Kontrolle am Grenztunnel Füssen

Albaner lebt wohl seit über zehn Jahren illegal in der EU - Polizei setzt ihn ins Flugzeug

An der A7-Kontrollstelle am Grenztunnel Füssen hat die Bundespolizei einen Mann erwischt, der wohl seit über zehn Jahren illegale in der EU lebt.

An der A7-Kontrollstelle am Grenztunnel Füssen hat die Bundespolizei einen Mann erwischt, der wohl seit über zehn Jahren illegale in der EU lebt.

Bild: Bundespolizei (Symbolbild)

An der A7-Kontrollstelle am Grenztunnel Füssen hat die Bundespolizei einen Mann erwischt, der wohl seit über zehn Jahren illegale in der EU lebt.

Bild: Bundespolizei (Symbolbild)

Ein Albaner, der wohl seit über zehn Jahren illegal in der EU lebt, ist der Polizei am A7-Grenztunnel bei Füssen ins Netz gegangen. Er wollte ein Auto kaufen.
30.03.2022 | Stand: 14:40 Uhr

Offenbar seit über zehn Jahren hat sich ein Albaner illegal in der Europäischen Union aufgehalten. Die Bundespolizei Kempten hielt am Dienstagvormittag ein Auto an der A7-Kontrollstelle am Grenztunnel Füssen an, das in Italien zugelassen ist. Darin saßen laut Polizei ein 55-jähriger italienischer Fahrer, sein 38-jähriger Landsmann und der Albaner.

Albaner am Grenztunnel Füssen kontrolliert

Die beiden Italiener konnten sich ausweisen. Die Polizisten entdeckten allerdings in der Mittelkonsole des Autos ein griffbereites Einhandmesser, das dem Fahrer gehört. Der Beifahrer aus Albanien zeigte seinen Reisepass vor, der bereits 2012 ausgestellt worden war. Darin waren allerdings keine Ein- und Ausreisestempel. Albanische Staatsbürger, die über einen elektronischen Reisepass verfügen, sind jedoch lediglich für einen touristischen Kurzaufenthalt im Schengenraum von drei Monaten innerhalb eines halben Jahres von der Visumspflicht befreit.

Der Albaner sagte, ein Jahr in Griechenland gewohnt zu haben und sich vor etwas sechs Jahren in Italien niedergelassen zu haben, seit 2006 sei er nicht mehr in Albanien gewesen. Einen Aufenthaltstitel dafür besaß der 42-Jährige aber nicht.

Polizei entdeckt gefälschten Führerschein bei 42-Jährigem

Die Bundespolizei fand bei der Durchsuchung einen griechischen Führerschein im Portmonee des Mannes. Sie erkannten allerdings, dass es sich hierbei um eine Fälschung handelt.

Die Fahrgemeinschaft war eigenen Angaben zufolge auf dem Weg von Bologna nach Göttingen. Dort wollte der Albaner offenbar ein Auto kaufen. Der Fahrer sollte Geld für die Spritkosten erhalten und im Falle einer Ersparnis beim Autokauf entsprechend daran beteiligt werden.

Italiener angezeigt, Albaner per Flugzeug ausgewiesen

Die Bundespolizisten zeigten den 55-Jährigen wegen versuchten Einschleusens von Ausländern an. Der Italiener erhielt außerdem eine Ordnungswidrigkeitenanzeige wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz. Er und sein Landsmann wurden auf freien Fuß gesetzt.

Der Albaner erhielt Strafanzeigen wegen versuchter unerlaubter Einreise und Verschaffens falscher amtlicher Ausweise. Da der 42-Jährige im Schengenraum keinen legalen Aufenthalt begründen konnte, wies die Bundespolizei den Mann am Abend mit dem Flugzeug ab Memmingen in sein Heimatland zurück. Für die Rückführungskosten musste der Albaner zudem 500 Euro bezahlen.

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