Digitalisierung

Gemeinde Pfronten bietet bald mehr Leistungen online an

Eine Reihe von Leistungen bietet die Gemeinde Pfronten in ihrem Bürgerservice-Portal bereits jetzt online an. Weitere sollen demnächst folgen.

Eine Reihe von Leistungen bietet die Gemeinde Pfronten in ihrem Bürgerservice-Portal bereits jetzt online an. Weitere sollen demnächst folgen.

Bild: Screenshot

Eine Reihe von Leistungen bietet die Gemeinde Pfronten in ihrem Bürgerservice-Portal bereits jetzt online an. Weitere sollen demnächst folgen.

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Gemeinderat beschließt, ein Angebot der öffentlich-rechtlichen AKDB anzunehmen
02.11.2020 | Stand: 11:54 Uhr

Die Gemeinde Pfronten wird ihren Bürgern bald weitere Verwaltungsleistungen als Online-Dienste anbieten. Mit großer Mehrheit hat der Gemeinderat beschlossen, dazu ein Angebot der öffentlich-rechtlichen Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB) anzunehmen. Die einzige Gegenstimme kam von Josef Steiner (Pfrontner Liste). Er hatte in der Diskussion kritisiert, dass man sich damit von einer Firma abhängig mache.

Ziel sind papierlose Büros

Marc Fischer vom Sachgebiet EDV der Gemeindeverwaltung stellte den Gemeinderäten das Angebot der AKDB vor und erläuterte, dass der Freistaat die Digitalisierung der Kommunen mit seinem Programm Digitales Rathaus und dem Ziel papierloser Büros massiv fördere. Das Onlinezugangsgesetz von 2017 verpflichte Bund und Länder, ihre Verwaltungsleistungen bis Ende 2022 elektronisch über Verwaltungsportale anzubieten. Um eine Vorreiterrolle zu übernehmen, habe sich Bayern das Ziel gesetzt, die wichtigsten Verwaltungsleistungen schon bis Ende dieses Jahres digital zur Verfügung zu stellen. Mit dem BayernPortal und seinen Basisdiensten etwa zur Identifizierung und Zahlungsabwicklung seien die wesentlichen Komponenten bereits vorhanden. Indem die Gemeinde nun das Angebot der AKDB annehme, könne sie ihr Bürgerservice-Portal kostenlos um weitere Komponenten erweitern. Erst in ein paar Jahren werden dann Gebühren für Updates fällig. Möglich sei es beispielsweise, dass künftig auch Wohnungsgeberbescheinigungen oder Leistungen des Standesamtes wie Geburts- und Heiratsurkunden online beantragt werden. Die Vorgänge würden schneller, die Mitarbeiter entlastet, nannte Fischer als Vorteile der Digitalisierung, deren Bedeutung gerade in der aktuellen Coronakrise deutlich werden.

Warum zahlt der Staat nicht komplett?

Als Behördenleiter sehe er die großen Vorteile der Digitalisierung, meinte Dr. Alois Kling (CSU), Leiter der Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Kempten in der Diskussion. Man müsse aber auch allen Bürger ohne die entsprechende Ausstattung weiterhin die Möglichkeit bieten, mit den Behörden in Kontakt zu bleiben. Peter John (SPD) wunderte sich, dass in Bayern eine Anstalt öffentlichen Rechts und keine staatliche Stelle die Digitalisierung in der Hand nehme. Zudem müsste seiner Ansicht nach dem Konnexitätsprinzip („Wer anschafft zahlt.“) zufolge der Freistaat eigentlich sämtliche Kosten übernehmen.