Parkmöglichkeiten am Hopfensee

Großer Parkplatz in Schutzgebiet: Wie sich die Parksituation am Hopfensee verändert

Ein neuer Parkplatz soll im Landschaftsschutzgebiet am Hopfensee gebaut werden.

Ein neuer Parkplatz soll im Landschaftsschutzgebiet am Hopfensee gebaut werden.

Bild: Benedikt Siegert (Symbol)

Ein neuer Parkplatz soll im Landschaftsschutzgebiet am Hopfensee gebaut werden.

Bild: Benedikt Siegert (Symbol)

Die Stadt Füssen plant ein 4.000 Quadratmeter großes Provisorium im Landschaftsschutzgebiet zu errichten. Wo Parkplätze wegfallen und welche Pläne es noch gibt.
04.05.2021 | Stand: 11:21 Uhr

Das sprachliche Bild war zwar etwas schief, das Magnus Peresson (UBL) jetzt im Füssener Stadtrat bemühte. Doch jeder wusste, was er meinte, als er sagte: „Das Auge darf nicht stolpern.“ Dabei ging es um ein Parkplatz-Provisorium, das in Hopfen entstehen soll. Vorgesehen dafür ist eine 4.000 Quadratmeter große Fläche am südöstlichen Ortsausgang. Problem: Sie liegt im Landschaftsschutzgebiet und der Boden besteht hauptsächlich aus Niedermoortorf. Außerdem ist „die Südansicht Hopfens mit der romanischen Kirche ein Juwel. Deshalb lautet mein Appell die Eingriffe so schmal wie möglich zu halten“, forderte Peresson.

Neuer Parkplatz am Hopfensee: Hintergrund für den Bau ist ein Radweg

Weil die sensible Fläche ohnehin im Außenbereich liegt, muss die Stadt nicht nur einen Bebauungsplan aufstellen, sondern auch den Flächennutzungsplan ändern. Das erläuterte Bauamtsleiter Armin Angeringer jetzt im Stadtrat. Er verwies dabei auch auf den Hintergrund: Die Stadt will bekanntlich die Situation für Radfahrer am Hopfensee verbessern und einen Radweg errichten, der neben der Uferstraße verläuft. Um Platz dafür zu schaffen, müssen jedoch die bestehenden Parkplätze in Längsrichtung neu angeordnet werden. Konsequenz: Über die Hälfte aller Stellplätze am See gehen verloren. (Lesen Sie auch: Sanfter Tourismus auch in Füssen: Hotels sind im Verein zusammengeschlossen)

Landschaftlich ein Juwel, sorgt am Hopfensee aber seit Jahrzehnten die Bauleitplanung für Ärger. Stadtrat Magnus Peresson nennt den Ortsteil inzwischen "verkorkst."
Landschaftlich ein Juwel, sorgt am Hopfensee aber seit Jahrzehnten die Bauleitplanung für Ärger. Stadtrat Magnus Peresson nennt den Ortsteil inzwischen "verkorkst."
Bild: Benedikt Siegert

Parkplätze am Ortsausgang von Hopfen am See könnten die Verkehrssituation entschärfen

Ersatz soll laut Angeringer am westlichen und östlichen Ortsausgang geschaffen werden. Damit wolle die Stadt eine zusätzliche Entspannung der Verkehrssituation im Ortskern erreichen. Geplant sind aktuell rund 100 Stellplätze, von denen zehn als Abstellmöglichkeit (ohne Übernachtung) für Wohnmobile konzipiert sind. Wie Bürgermeister Maximilian Eichstetter ergänzte, wolle sich die Stadt dazu verpflichten, die Fläche nach absehbarer Zeit wieder zu renaturieren. „Das geht, bis wir die Möglichkeit haben, ein anderes Grundstück in der Nähe zu erwerben“, sagte er. (Lesen Sie auch: Boom: Gibt es noch freie Campingplätze für den Sommer-Urlaub im Allgäu?)

Wall als Lärmschutz integrieren

Der Stadtrat beschloss dann die Aufstellung des Bebauungsplans. Zuvor hatte Andreas Eggensberger (CSU) die Planer noch darum gebeten, einen kleinen Wall zu integrieren. Damit solle die Lärmbelastung für Anwohner reduziert werden.

Peresson erinnerte in dem Zusammenhang nochmals auf das aus baulicher Sicht „verkorkste Hopfen“. Er sei gespannt, wie spätere Generation einmal darüber urteilen würden, wie sich der Ort entwickelt habe.

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