Musikverein Hopferau

„Habt Lust darauf, noch besser zu werden!“

Musikverein Hopferau

Wegen Corona ist alles anders: In diesem Jahr spielten die Musikanten des Musikvereins Hopferau vor dem Schützenheim und nicht wie gewohnt im Innenraum.

Bild: Norbert Plattner

Wegen Corona ist alles anders: In diesem Jahr spielten die Musikanten des Musikvereins Hopferau vor dem Schützenheim und nicht wie gewohnt im Innenraum.

Bild: Norbert Plattner

Der Musikverein Hopferau musste seine Mitglieder im Pandemie-Jahr bei Laune halten. Der Appell der Sitzung richtete sich an alle Musiker.
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Von Norbert Plattner
20.08.2021 | Stand: 18:00 Uhr

Zwei Dinge waren anders: Eigentlich findet die Jahresversammlung des Musikvereins nicht im Sommer, sondern nach dem Fasching statt, und die musikalische Einstimmung müsste nicht pandemiebedingt vor das Schützenheim gelegt werden. Doch in Coronazeiten ist alles anders: Das hat auch der Rückblick auf das Vereinsleben gezeigt. So lautete der Appell mit Blick auf Kursangebote: „Habt Lust darauf, noch besser zu werden!“

Die Sitzung wurde im Schützenheim abgehalten, wo Vorsitzende Nina Walk lapidar feststellte, dass die vergangenen eineinhalb Jahre „etwas anders verlaufen“ seien. Damals habe man sich noch auf die Wertungsspiele in Nesselwang vorbereitet, den Jahresausflug geplant und erst recht das Jahreskonzert im Winter angehen wollen – nichts davon fand statt.

Allerdings gab es keinen Stillstand, was auch Schriftführerin Anna Martin bestätigen konnte: Die Kinder- und Jugendarbeit ging zum Teil online weiter, mit Challenges, Videos und vielem weiteren hielt man den gesamten Verein bei Laune, selbst der Jahresausflug fand statt, wenn auch im Kleinen.

Musikverein Hopferau: Proben konnten stattfinden

Hinzu kamen, wie auch von Dirigent Robert Schweiger mit einiger Zufriedenheit festgestellt wurde, etliche Proben im kleinen Rahmen, dann auch öffentlich am Musikstadel. Das notwendige Umdenken brachte aber Mehrarbeit mit sich. Jedenfalls – erklärt Walk – habe sich der Aufwand gelohnt: Man habe das Bestmögliche herausgeholt: Die Mitgliederzahl sei nicht nur stabil geblieben, sondern gestiegen. Das erkläre man sich damit, dass in Lockdown-Zeiten und samt Isolierung auf bestehende Gemeinsamkeiten gesetzt wurde, selbst wenn manches nur online praktiziert werden konnte.

Mit ihrem Slogan „Gemeinsames Musizieren ist cool!“ hielt Jugendleiterin Stephanie Dietzel ihre Truppe bei der Stange. Trotzdem musste man den persönlichen Betrieb mit der letzten Probe Mitte Oktober einstellen und konnte ihn erst wieder Anfang Juni aufnehmen. (Lesen Sie auch: Trachtenverein D'Schloßbergler hoffen auf ihr Gaufest 2022)

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Jugendleiterin wie Dirigent stimmten die aktiven Mitglieder auf die kommende, wohl immer noch „unnormale Zeit“ ein. Auch bei erneuten Einschränkungen wird man sich seine Ziele stecken müssen, um bei Lockerungen wieder als funktionsfähiger Klangkörper auftreten zu können. Beide legten den Aktiven ans Herz, Kurs-Angebote wahrzunehmen: D 2 und weitere Kurse finden am Computer statt und stehen auch weiterhin jedem offen.

Einen Überschuss gab's trotz allem

Erfreulich war der Kassenbericht von Theresa Bayer: Einnahmen wie Ausgaben hätten sich bei einem kleinen Überschuss fast die Waage gehalten – die Entlastung der Vorstandschaft konnte also einstimmig beschlossen werden.

Bürgermeister Rudi Achatz dankte dem Musikverein, dass er sich trotz der Einschränkungen nicht aus der Ruhe habe bringen lassen: Man habe ein funktionierendes Konzept gehabt und seine soziale Verantwortung ernst genommen, was sich auch an den Mitgliederzahlen ablesen lasse. Er wie auch die anwesenden Vertreter der Ortsvereine dankten überdies für die gute Zusammenarbeit, die auch trotz der Pandemie ihren Fortbestand haben werde.