Kommunalpolitik

Haus Hopfensee in Füssen: Jetzt muss doch saniert werden

Am Haus Hopfensee sind Investitionen notwendig.

Am Haus Hopfensee sind Investitionen notwendig.

Bild: Benedikt Siegert (Symbolfoto)

Am Haus Hopfensee sind Investitionen notwendig.

Bild: Benedikt Siegert (Symbolfoto)

Zuerst hieß es, das Haus Hopfensee müsse nicht saniert werden. Die Stadt Füssen warb so für einen Nachfolger. Jetzt ist klar: Das stimmt nicht.
20.12.2020 | Stand: 06:00 Uhr

Das Haus Hopfensee sei „durchgehend saniert“ worden und habe keinerlei Sanierungsstau: So warb die Stadt Füssen bei der Suche nach einem Nachfolger für den langjährigen Pächter Uli Pickl. Doch diese Aussage traf nicht zu, wie Bürgermeister Maximilian Eichstetter (CSU) nun dem Stadtrat mitteilen musste: Ganz aktuell habe sich herausgestellt, dass sechs Brandschutzklappen im Gebäude ausgetauscht werden müssen – und das wird ein teurer Spaß.

Brandschutzklappen im Haus Hopfensee: 20 Jahre nicht kontrolliert

Die Brandschutzklappen hatte die Stadtverwaltung jahrelang nicht auf dem Schirm: Ihr Zustand wurde laut Eichstetter 20 Jahre nicht kontrolliert. Bis vor kurzem. Und dabei stellte sich heraus, dass die Klappen ausgetauscht werden müssen. Und da hier asbesthaltiges Material verbaut wurde, wird der Austausch richtig teuer.

Denn dadurch werden zahlreiche Schutzmaßnahmen erforderlich, zudem muss ein Teil der Bühne im hinteren Bereich weggerissen werden.

Auf gut 75 000 Euro taxierte der Bürgermeister die Kosten für den Austausch der Brandschutzklappen. Die rund acht Wochen dauernden Arbeiten sollte man möglich rasch anpacken, sagte Eichstetter. Zumal man durch den Lockdown die Chance hat, den Austausch durchführen zu können, ohne den Gastronomiebetrieb zu beeinträchtigen. Noch etwas warten können ihm zufolge Arbeiten an der Lüftungsanlage im Keller des Hauses. Doch auch hier müsse man aktiv werden, da es in Räumen „permanent schimmelt“. Die Kosten dafür: „weitere 75000 Euro“.

Pächter gefunden?

Wer das Haus Hopfensee übernimmt, ist offiziell noch nicht klar. Allerdings war dies Thema im nichtöffentlichen Teil der Sitzung. Dem Vernehmen nach soll sich das Kommunalparlament auf einen Wirt aus dem angrenzenden Oberbayern verständigt haben. Ein Pachtvertrag sei allerdings noch nicht unterschrieben.

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