Corona im Ostallgäu

Welche Altersgruppe infiziert sich aktuell besonders oft mit Corona?

Die Omikron-Variante verbreitet sich in vielen Altersgruppen im Ostallgäu rasant. Doch wie ist die Lage an den Krankenhäusern in Kaufbeuren, Füssen und Buchloe?

Die Omikron-Variante verbreitet sich in vielen Altersgruppen im Ostallgäu rasant. Doch wie ist die Lage an den Krankenhäusern in Kaufbeuren, Füssen und Buchloe?

Bild: Ralf Lienert (Archivbild)

Die Omikron-Variante verbreitet sich in vielen Altersgruppen im Ostallgäu rasant. Doch wie ist die Lage an den Krankenhäusern in Kaufbeuren, Füssen und Buchloe?

Bild: Ralf Lienert (Archivbild)

Die Inzidenz im Ostallgäu ist hoch. Besonders eine Altersgruppe ist betroffen - Schüler sind es nicht. Doch wie ist die Lage auf den Intensivstationen?
27.01.2022 | Stand: 14:56 Uhr

In der Praxis von Gregor Blumtritt waren in dieser Woche von 69 Abstrichen 25 positiv. „Und das allein bei uns“, sagt der Allgemeinmediziner aus Kaufbeuren und Leiter der Impfzentren Ostallgäu. Es ist die Virusvariante Omikron, die gerade mit Vollgas durch den Landkreis rauscht.

Am Mittwoch lag die Sieben-Tage-Inzidenz (Corona-Fälle der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner) im Ostallgäu bei 685, am Dienstag bei 781,5. Eine Woche zuvor, am 19. Januar, laut Robert-Koch-Institut bei 734,3.

Ostallgäu: Omikron trifft viele Menschen im Landkreis

Eine Infektion mit der Omikron-Variante treffe derzeit ungeachtet des Impfstatus viele Menschen.

Insgesamt sei der Verlauf einer Erkrankung aber deutlich milder als noch bei der Delta-Variante, hat Blumtritt den Eindruck. „Meist gehen die Erkrankungen in diesen Fällen nicht über Erkältungserscheinungen hinaus“, erklärt er.

Omikron im Ostallgäu zeigt eindeutigen Verlauf

Besonders stark kursierte das Virus vergangene Woche in der Altersgruppe der 18- bis 30-Jährigen (siehe Grafik), wie die Zahlen des Landratsamtes Ostallgäu zeigen. Rund 332 Infektionen gehen auf das Konto dieser Altersgruppe. Sie machen damit von den insgesamt 1589 Infektionen in der vergangenen Woche (17. bis 23. Januar) rund 21 Prozent aus. Überhaupt fällt auf, dass vor allem Personen im erwerbsfähigen Alter von Infektionen betroffen waren. Wieso ist das so?

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„Das sind einfach die Leute, die mitten im Leben stehen“, sagt Blumtritt. Und die damit schlicht die meisten Kontakte haben. Warum es in der Altersgruppe der Schüler im Alter von 12 bis 17 Jahren im Vergleich relativ wenige Infektionen gibt, kann sich auch der Arzt nicht erklären. Zum Glück gebe es an den Schulen „aktuell keine größeren Ausbrüche“.

Was allerdings nach wie vor der Fall ist: „Mit Booster-Impfung ist der Verlauf einer Erkrankung milder“, erklärt Blumtritt. Die Zahlen in den Ostallgäuer Krankenhäusern in Kaufbeuren, Füssen und Buchloe sind dagegen nicht ganz so klar aufgeteilt: „Die Altersspanne der Covid-Patienten ist bunt gemischt und geht von knapp 20 bis Mitte 90“, teilt eine Sprecherin mit. Unter 20-Jährige sind derzeit nicht betroffen. (Lesen Sie auch: Die aktuelle Corona-Lage im Allgäu und in der Welt)

Wie sind die Intensivstationen im Ostallgäu ausgelastet?

Ein Detail fällt auf: Während auf der Intensivstation Anfang der Woche nur zwei Corona-Patienten behandelt wurden, waren es auf der Normalstation 21.

Dabei gehörten die beiden Patienten der Intensivstation zu den Altersgruppen der 50- bis 60-Jährigen und über 80-Jährigen.

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Auf der Normalstation war das Alter der zu Behandelnden dagegen sehr verschieden. Fielen jeweils sieben Patienten auf die Gruppen der über 80-Jährigen und der 40- bis 60-Jährigen, gab es nur vier Infizierte, die unter 40 sind. Zwischen 60 und 80 Jahren waren drei Patienten.

Mit Blick auf die Zahlen wagt der Leiter der Impfzentren Blumtritt einen Ausblick: „Wenn es gut läuft, könnte das jetzt das letzte Aufbäumen vor dem Schluss sein.“ (Lesen Sie auch: Allgäuer Labore haben mit PCR-Tests alle Hände voll zu tun: Arbeiten oft bis Mitternacht)

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