Falkenstein in Pfronten

Acht Stunden lang: Warum flog über dem Falkenstein ein Hubschrauber?

Schwer zu erkennen: Versteckt zwischen Bäumen fliegt hier der Hubschrauber am Falkenstein.

Schwer zu erkennen: Versteckt zwischen Bäumen fliegt hier der Hubschrauber am Falkenstein.

Bild: Gemeinde Pfronten

Schwer zu erkennen: Versteckt zwischen Bäumen fliegt hier der Hubschrauber am Falkenstein.

Bild: Gemeinde Pfronten

Ein Hubschrauber flog acht Stunden lang immer wieder über den Falkenstein in Pfronten. Die Aktion hinter den Flügen ist kostenintensiv, hilft aber langfristig.
19.08.2021 | Stand: 12:31 Uhr

Ein achtstündiger Hubschraubereinsatz hat kürzlich in Pfronten für Aufsehen gesorgt. Wie die Gemeinde jetzt mitteilt, hat sie gemeinsam mit den Ortsrechtlern Steinach im Bereich Manzengrat am Falkenstein in Zusammenarbeit mit dem Forstrevier Pfronten und der Schutzwaldsanierungsstelle Immenstadt vom Borkenkäfer befallene Bäume abtransportiert.

Zur Walderhaltung sei es wichtig, die geschädigten Bäume so schnell wie möglich aus dem Wald zu bringen, um eine Massenvermehrung des Borkenkäfers in den sensiblen Schutzwaldbereichen zu unterbinden. Insgesamt wurden 130 Festmeter Käferholz aus dem Wald geholt. (Lesen Sie auch: Schutzwaldsanierung am Falkenstein bei Pfronten)

Hubschrauber-Einsatz: Investition für die Zukunft am Falkenstein

Laut Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten stellt der Hubschraubereinsatz zwar eine finanzielle Investition für die Gemeinde Pfronten als Waldbesitzer dar. Er sei aber das Mittel der Wahl, um dem sensiblen Schutzwald rasch und wirksam zu helfen. Alternativen wie eine händische Entrindung der befallenen Stämme wären bei solchen Mengen nicht geeignet gegen, um die rasante Vermehrung der Insekten anzukämpfen.