Ilse Aigner besucht Biohotel

Ilse Aigner besucht Biohotel Eggensberger - Das Thema: Strahlen und Schlafstörungen

FU Eggensberger

Die Abgeordneten des Landtagspräsidiums, Landrätin Maria Rita Zinnecker und Füssens Bürgermeister Maximilian Eichstetter zu Besuch in Hopfen bei Familie Eggensberger (rechts). In der Mitte ist die Präsidentin, Ilse Aigner, zu sehen.

Bild: Marina Kraut

Die Abgeordneten des Landtagspräsidiums, Landrätin Maria Rita Zinnecker und Füssens Bürgermeister Maximilian Eichstetter zu Besuch in Hopfen bei Familie Eggensberger (rechts). In der Mitte ist die Präsidentin, Ilse Aigner, zu sehen.

Bild: Marina Kraut

Beim Besuch des Bayerischen Landtagspräsidiums im Hotel Eggensberger dreht sich das Gespräch auch um Strahlen. Warum W–Lan und Bio lange nicht zusammen gehörten.
13.10.2021 | Stand: 12:00 Uhr

Es ist ein Thema, das Bürgermeister, Anwohner, Mobilfunkbetreiber und auch die Abgeordneten des bayerischen Landtagspräsidiums zu Genüge kennen: 5 G, und die Debatte zu Strahlen und ihren möglichen Einfluss auf den menschlichen Körper. Dass Strahlen aber auch Hoteliers beschäftigen, zeigen Andreas und Heike Eggensberger. Die beiden Betreiber des gleichnamigen Biohotels in Hopfen stellten beim Besuch des Bayerischen Landtagspräsidiums um Präsidentin Ilse Aigner (CSU) auch die Studie zur Verbindung von Strahlen und Schlafstörungen vor.

Das Landtagspräsidium besucht traditionell während einer Wahlperiode jeden bayerischen Regierungsbezirk. Bei ihrer zweitägigen Reise nach Schwaben unternahmen die Politiker unter anderem Ausflüge in die Universitätsklinik Augsburg, das Holz-Hochhaus in Thingers bei Kempten und das Biohotel Eggensberger.

Ilse Aigner in Hopfen am See: Welchen Einfluss hat Strahlung auf den Schlaf?

Neben einer Führung durch die Hotelräume wurden die Mitglieder des Präsidiums zudem in das Konzept des Hotels eingeführt, das sich aus Wellness und medizinischer Therapie zusammen setzt. Ein Bereich befasst sich dabei mit Strahlung und deren Einfluss auf Schlafstörungen.

Frau Heike Eggensberger (rechts) erklärt den Abgeordneten des Landtagspräsidiums um Ilse Aigner (CSU) das Holziglu.
Frau Heike Eggensberger (rechts) erklärt den Abgeordneten des Landtagspräsidiums um Ilse Aigner (CSU) das Holziglu.
Bild: Marina Kraut

In Zusammenarbeit mit der Universität Stuttgart führt Eggensberger aktuell eine Studie durch, bei der Probanten 45 Minuten lang auf dem Rücken liegen und dabei zu einer zufälligen Zeit mitder Strahlung, die der eines kabellosen DECT-Telefons gleicht, konfrontiert werden.

Wann die Strahlung erfolgt, wissen die Probanden nicht. Bei der Studie handelt es sich um Voruntersuchungen. Gemessen werden die Auswirkungen kabelloser Telefone oder W-Lan-Hotspots auf die Herzratenvariabiliät – die zeitlichen Abstände zwischen Herzschlägen. Denn das Problem bei strahlenempfindlichen Menschen sei: Die Auswirkungen sind oft nicht messbar.

Andreas Eggensberger trägt zur "Versachlichung" bei

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Die Studie wolle das ändern, erklärt Eggensberger. Interessant auch für die Politikerin Aigner. Sie ist geprüfte Elektrotechnikerin und kennt die Diskussionen zum Thema: „Es gibt bestimmte Menschen, die darauf reagieren.“ Entscheidend sei, „dem auf den Grund zu gehen“. Abgeordnete Gülseren Demirel (Grüne) sagte, dass es um die „Versachlichung der Debatte“ gehen müsse. Besonders bei Strahlung und Strom gehe es laut Aigner oft um die Frage, wie Spannung geschaltet werden könne. (Lesen Sie auch: Anton Hofreiter in Füssen im Magnus-Park)

An? Oder doch Aus? Der Gast entscheidet im Biohotel Eggensberger selbst, wann er Strahlung haben möchte.
An? Oder doch Aus? Der Gast entscheidet im Biohotel Eggensberger selbst, wann er Strahlung haben möchte.
Bild: Marina Kraut

Die Eggensbergers haben dafür eine Lösung gefunden. Ein einfacher Schalter macht das An- und Abschalten möglich. Nachdem es lange Zeit überhaupt kein W-Lan in den Zimmern gab, sei man inzwischen davon abgekommen. Trotz der Ausrichtung des Hotels auf Bio und Entspannung war die Nachfrage nach kabellosem Internet bei den Gästen hoch. Jetzt können sie selbst entscheiden, wann W-Lan in ihren Hotelzimmern zur Verfügung steht.

Und wenn der Hotelnachbar W-Lan benutzt und man es selbst nicht möchte? Ein Umbau des Hotels während der Pandemie reduziere die Belastung ohnehin auf ein Minimum. Und von 23 bis 6 Uhr heißt es täglich: W-Lan Aus.