Lockdown

In den Stadl statt auf den Adventsmarkt in Osterreinen

Adenventsmarkt Osterreinen

Der Adventsmarkt in Osterreinen fällt aus. Dafür gibt es allerlei Weihnachtliches im dortigen Kunst und Handwerk Stadl zu bewundern und zu kaufen.

Bild: Johanna Lang

Der Adventsmarkt in Osterreinen fällt aus. Dafür gibt es allerlei Weihnachtliches im dortigen Kunst und Handwerk Stadl zu bewundern und zu kaufen.

Bild: Johanna Lang

Der Adventsmarkt in Osterreinen entfällt. Dafür bieten Elke und Norbert Fuchs in ihrem Kunst und Handwerk Stadl allerlei Weihnachtliches an. Wer dort vorbeischaut, bekommt sogar Geschichten zu hören
29.11.2021 | Stand: 15:45 Uhr

Eigentlich sollte jetzt der Adventsmarkt am Dorfplatz in Osterreinen stattfinden. Stattdessen überrollen hohe Inzidenzzahlen die Region, weshalb der Adventsmarkt abgesagt und das gesamte Ostallgäu in einen Lockdown geschickt wurde.

Ärgerlich ist das nicht nur für die Organisatoren Elke und Norbert Fuchs, sondern auch für die, die sich auf den ersten Adventsmarkt in dem Riedener Ortsteil gefreut hatte. Aber – ein kleiner Trost – das Ehepaar Fuchs hat direkt am Dorfplatz ihren „Kunst und Handwerk Stadl“, der Montag bis Samstag von 14 bis 18 Uhr geöffnet hat. Dort werden alle weihnachtlichen Gestecke, Körbe, Kerzen, Feenleitern sowie Adventskränze und -Gestecke ausgestellt und verkauft. Natürlich dürfen auch Krippen nicht fehlen, wovon ein paar sehr schöne ausgestellt sind. Es ist fast wie auf einem Adventsmarkt.

Alles aus der Region

Elke Fuchs hat dort auch ihre Werkstatt, in der sie wahre Wunderwerke aus Wollfilz herstellt. Allen voran ihre Taschen mit Motiven wie Hirsch, Edelweiß und ihrem Logo „allgäus wahre liebe“, das sich auf vielem wiederfindet und bei Gästen im Sommer reißenden Anklang gefunden habe. Aber auch weihnachtliche Wollsocken und kuschlige Dreiecksschals – handgestrickt – sind zu finden. Alles kommt aus der Region, die Weidenkörbe und Gestecke zum Beispiel werden meist aus Weiden um den Forggensee hergestellt.

Ein Besuch bei den beiden „Füchsen“, die ursprünglich aus der Pfalz kommen, lohnt sich besonders, wenn man Zeit zum „Bummeln“ mitbringt. Elke Fuchs weiß zu vielen Stücken eine Geschichte, wie die des herzförmigen Tragekorbs mit Henkel. Die Schwester der Korbmacherin hatte Probleme mit der Schulter und bedauerte, ihren Korb nicht mehr tragen zu können. Flugs machte sie diesen herzförmigen Korb, den ihre Schwester nun ohne Probleme tragen kann, weil die Einbuchtung am oberen Rand des Herzes entweder an ihrem Oberschenkel anliegt oder, am Ellenbogen getragen, an der Körperseite oder vor dem Bauch ohne zu drücken oder zu zerren.

Auf die kommenden kalten Tage kann man sich auch freuen, sieht man die gemütlich-warmen Filzpantoffeln, die vor allem für Kinder angeboten werden. Ob vor Weihnachten noch Sonderanfertigungen zu bekommen sind, muss noch eroiert werden. Gleichzeitig liege auch Schaf- und Kuhfelle im Stadel, die einer wohligen Winterzeit gerne genommen werden.

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Holz spielt im Kunst und Handwerk Stadl auch eine große Rolle. So finden sich Teller, Schüsseln und Bretter. Die Highlights sind aber die Essig- und Öl-Flaschen in Form von alten Bierflaschen. Etwas ganz Besonderes sind die Muskatmühlen aus Birkenholz, die bei einer Viertel Umdrehung schon eine genaue Prise der gemahlenen Genuss-Nuss auswerfen.

Keine so große Enttäuschung

Alles in allem ist die Absage des Adventsmarktes hier dann doch keine so große Enttäuschung, er ist eigentlich nur verlegt. Allerdings können die geplanten Schulungen der Kunsthandwerker nicht stattfinden und sie können auch nicht selbst vor Ort sein, aber dem Stöbern und Kaufen steht nichts im Weg. Und das mit viel Adventsatmosphäre und Hygienekonzept.

Nebenbei findet sich im Kunst und Handwerk Stadl auch Abgepacktes, wie Fleisch, Antialkholisches, Käse aus Lehern, Gebäck und Senfvariationen aus den Wertachtal-Werkstätten Kaufbeuren.

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