Nachhaltigkeit

In Füssen beheimatetes Netzwerk erhält Ehrenamtspreis

Gemeinsam für eine nachhaltigere Welt - das ist das Ziel des Netzwerks Allgäu FairNetzt.

Gemeinsam für eine nachhaltigere Welt - das ist das Ziel des Netzwerks Allgäu FairNetzt.

Bild: Bildagentur-online/ McPhoto (Symbolbild)

Gemeinsam für eine nachhaltigere Welt - das ist das Ziel des Netzwerks Allgäu FairNetzt.

Bild: Bildagentur-online/ McPhoto (Symbolbild)

Versicherungskammer-Stiftung würdigt damit Allgäu FairNetzt um Dr. Ina Schickler. Für was die 5000 Euro verwendet werden.
Gemeinsam für eine nachhaltigere Welt - das ist das Ziel des Netzwerks Allgäu FairNetzt.
Von Redaktion Allgäuer Zeitung
10.02.2021 | Stand: 06:00 Uhr

Für „herausragende ehrenamtliche Leistung“ wird das Nachhaltigkeits-Netzwerk Allgäu FairNetzt mit dem mit 5000 Euro dotierten Ehrenamtspreis der Versicherungskammer-Stiftung ausgezeichnet. Die Stiftung würdigt damit die Aktivitäten, mit denen das Allgäuer Wandel-Netzwerk unter dem Motto „Zeamad goht’s“ die allgäuweite Zusammenarbeit von verschiedensten Initiativen, Organisationen und Unternehmen sichtbar macht und fördernd begleitet.

Für eine zukunftsfähige Welt

Allgäu FairNetzt verbindet Menschen aus Nachhaltigkeits-Initiativen, die sich für den gesellschaftlichen und ökologischen Wandel hin zu einer zukunftsfähigen Welt einsetzen. Dazu gehören beispielsweise Reparatur-Cafés, Tausch- und Verleihbörsen sowie Initiativen, die dazu beitragen, Müll zu vermeiden, Lebensmittel zu retten, Verkehr zu reduzieren, fair zu handeln und einzukaufen, ökologische Landwirtschaft solidarisch zu unterstützen.

„Unser Augenmerk liegt auf Ansätzen, die es ermöglichen, eine Form des Wohlstandes zu leben, der ,enkeltauglich’ über viele Generationen aufrecht erhalten werden kann, ohne die Ressourcen des Planeten zu erschöpfen“, sagt Netzwerk-Mitinitiatorin Dr. Ina Schicker aus Füssen. „Diese Projekte machen wir auf unserer Internet-Plattform allgaeu-fairnetzt.de sichtbar. Außerdem möchten wir Menschen, die an einem nachhaltigen Lebensstil interessiert sind, miteinander in Kontakt bringen.“

Ziel: Kontakte knüpfen

Bei allgäuweiten Veranstaltungen und Aktionen sollen sich allgemein an Nachhaltigkeit Interessierte und Aktive aus verschiedenen Bereichen kennenlernen, gemeinsame Interessen und Möglichkeiten der Zusammenarbeit ausloten. Beispiele, wie solche Kooperationen gelingen können, sind die Mobilitätsinitiative „Ottobeuren macht mobil“, eine regionale Mitfahrbörse, bei der mit Privatfahrzeugen Fahrgemeinschaften gebildet werden, um das Verkehrsaufkommen zu reduzieren. Die Erträge aus diesen Fahrten kommen dann lokalen Vereinen zugute.

Oder das Projekt „Piepmatz“ des Vereins Gemeinwohlgesellschaft in Kempten, wo Akteure aus verschieden Bereichen gemeinsam ein Zentrum für nachhaltige Lebensweise planen. Hier sollen Menschen sich im Rahmen einer solidarischen Gemeinschaft bio, fair, regional und unverpackt versorgen und in einem veganen Café Bildungsangebote nutzen können.

Mehr als 40 Initiativen sind dabei

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Allgäuer wollen "heute schon nachhaltig leben“

Seit der Gründung des Netzwerks im September 2019 haben sich bereits mehr als 40 Initiativen von der Nachbarschafts-Zeit-Börse über Gartenprojekte bis hin zu vielfältigen Bürgerinitiativen dem Netzwerk angeschlossen. Über das Online-Kartentool „Karte von morgen“ sind alle per Hashtag #allgäu-fairnetzt abrufbar und können an dieser Stelle auch ihre Veranstaltungstermine zentral einpflegen.

Das Netzwerk wird kontinuierlich ausgebaut und freut sich über weitere ehrenamtliche Unterstützer aus allen Teilen des Allgäus. Der Ehrenamtspreis wird in den Ausbau der benötigten Strukturen und in die Organisation von Netzwerktreffen investiert.