Neue Tourismuschefin

In Schwangau soll der sanfte Tourismus gefördert werden

Ein neues Gesicht in Schwangau an einer wichtigen Position: Sylvia Einsle hat die Nachfolge von Petra Köpf als Tourismusdirektorin angetreten.

Ein neues Gesicht in Schwangau an einer wichtigen Position: Sylvia Einsle hat die Nachfolge von Petra Köpf als Tourismusdirektorin angetreten.

Bild: Gemeinde Schwangau

Ein neues Gesicht in Schwangau an einer wichtigen Position: Sylvia Einsle hat die Nachfolge von Petra Köpf als Tourismusdirektorin angetreten.

Bild: Gemeinde Schwangau

Schwangaus neue Tourismusdirektorin Sylvia Einsle stellt sich und ihre Ziele im Gemeinderat vor. Warum ihr vor allem der sanfte Tourismus wichtig ist.
13.10.2020 | Stand: 12:00 Uhr

Die Potenziale Schwangaus noch mehr hervorheben und gleichzeitig den sanften Tourismus fördern – diese Ziele hat die neue Tourismusdirektorin Sylvia Einsle bei der Sitzung des Schwangauer Gemeinderats vorgestellt. Wie berichtet, geht Einsles Vorgängerin Petra Köpf nach über drei Jahrzehnten zum Ende des Jahres in den Ruhestand.

Wenn sie mit dem Fahrrad zur Arbeit radele, werde ihr immer wieder die „Einzigartigkeit des Ortes“ bewusst, betonte Einsle. Obwohl sie schon seit einigen Wochen im Königswinkel arbeite, komme sie da „immer noch ins Staunen“. Deshalb ist es ihr sehr wichtig, Natur und Panorama zu erhalten und keine „verrückten Sachen“ zu fördern wie zum Beispiel neue große Bahnen am Berg oder Ähnliches. Als Ziele formulierte sie, die Vorteile des Dorfes der Königsschlösser stärker hervorzuheben und gleichzeitig die Nebensaison noch mehr zu nutzen. Viele Möglichkeiten sieht sie zudem im Winter – hier sprach sie davon, den „sanften Wintertourismus“ noch intensiver in den Fokus zu nehmen.

Die Durchschnittsaufenthaltsdauer steigt

Gleichzeitig blickte Einsle auf ihre ersten Wochen nach dem Start zurück. Diese seien wegen der Corona-Pandemie freilich besonders herausfordernd gewesen, gerade in Tourismus-Hochburgen wie Schwangau. Immerhin stelle sich der September positiver dar als so mancher Vormonat, auch wenn die endgültigen Zahlen bei der Sitzung noch nicht vorlagen. Es gebe zudem eine andere Entwicklung, die Mut mache: „Die Durchschnittsaufenthaltsdauer steigt.“

In nächster Zeit ist es ihr vor allem wichtig, die Digitalisierung weiter voranzutreiben. Konkret nannte sie den Internetauftritt – ein „zentraler Anlaufpunkt“ für Gäste –, der weiter optimiert werden müsse. Außerdem ist ihr die Zusammenarbeit mit dem neu gewählten Tourismusbeiratwichtig.

Als Produktmanagerin Hotelverträge geschlossen und in der Hotellerie gearbeitet

Einsle stammt aus dem Westallgäu und arbeitete unter anderem beim Reisekonzern TUI. Als Produktmanagerin schloss sie Hotelverträge zum Beispiel in Sri Lanka, China und auf den Kanaren ab. Zwischendurch wechselte sie in die Hotellerie und verantwortete für das renommierte Hamburger Familienunternehmen Seaside Hotels und dessen Häuser auf den Kanarischen Inseln Marketing und Vertrieb im deutschsprachigen Raum.

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