Tourismus

Keine neuen Wohnungen für Urlauber in Halblech

Bild: Jens Kalaene, dpa (Symbolbild)

Bild: Jens Kalaene, dpa (Symbolbild)

Der Gemeinderat lehnt einen Neubau mit sechs Ferienwohnungen ab. Der Grund liegt nicht etwa in der Größe des Vorhabens.
21.09.2022 | Stand: 12:00 Uhr

Dem Neubau eines Mehrfamilienhauses mit sechs Ferienwohnungen in Bayerniederhofen hat der Gemeinderat Halblech seine Zustimmung verweigert. Der unterkellerte Neubau sollte das komplette Baufenster ausfüllen und 16 Meter lang und 13 Meter breit werden. Auch sollte neben zwei Vollgeschossen und einem ausgebauten Dachgeschoss mit jeweils zwei Wohnungen pro Stockwerk eine Verbindungstür zu dem bestehenden Wohnhaus mit fünf Wohneinheiten und zwei Ferienwohnungen entstehen. Weiter sollte das Haus im ersten und zweiten Stock in Richtung Süden je einen fünf Meter langen und eineinhalb Meter breiten Balkon erhalten.

Tiefgarage gefordert

Aber nicht etwa die Größe des geplanten Hauses war der Grund für die Ablehnung des Rates. Vielmehr waren es die 15 Stellplätze (plus die zwölf bereits vorhanden zum Nachbargebäude), die dem Gesuch mit eingereicht worden waren. Der Rat – wie auch das Landratsamt – hatte bereits beim Bau des ersten Wohnhauses und bei der Bauvoranfrage für das neue Projekt Anfang des Jahres darauf hingewiesen, dass das Kommunalgremium bei einer etwaigen Zustimmung zu dem Neubau auf eine Tiefgarage beharren werde, weil beim Bau eines weiteren Gebäudes „nicht noch mehr oberirdische Stellplätze entstehen sollen“. Vielmehr sollte ein Teil der für das bereits bestehende Gebäude notwendigen Stellplätze ebenfalls in der Tiefgarage untergebracht werden.

Klimaschutz mehr berücksichtigen

Die oberirdischen Stellplätze seien wegen des Lärms bei ständigem Ein- und Ausparken von Feriengästen den Nachbarn nicht zuzumuten. Zudem würden damit viel zu große Flächen zubetoniert, was dem Klima schade. Die Gemeinde will jetzt und künftig auch bei Neubauten den Klimaschutz stärker mit berücksichtigen.

Zusätzlich stellte der Rat fest, dass die Anzahl der Ferienwohnungen sich weder in die Umgebung einfügen würde, noch der städtebaulichen Entwicklung eines Dorfgebietes entspreche. In dem sich anschließenden Neubaugebiet wurde zum Beispiel festgesetzt, dass nur 30 Prozent der Wohnfläche vermietet werden dürfen. Der Neubau würde deutlich über diesem Prozentsatz liegen.