Umweltschutz

Kommt Verordnung für Baumschutz in Füssen?

Kahlschlag in der Hanfwerkesiedlung

Soll es in Füssen eine Baumschutzverordnung geben? Das wurde im Umweltausschuss diskutiert.

Bild: Archiv/Benedikt Siegert

Soll es in Füssen eine Baumschutzverordnung geben? Das wurde im Umweltausschuss diskutiert.

Bild: Archiv/Benedikt Siegert

Viele Punkte sind bei einem Treffen des Umweltbeirats mit Verbänden in Füssen angesprochen worden. Warum über eine Baumschutzverordnung diskutiert wurde.
23.10.2020 | Stand: 12:00 Uhr

Sollte in Füssen nicht doch eine Baumschutzverordnung erlassen werden, die privaten Grundstückseigentümern vorschreibt, ob sie einen Baum fällen dürfen oder nicht? Unter Füssens Kommunalpolitikern ist diese Forderung in der Vergangenheit bisher auf wenig Gegenliebe gestoßen. Nun wurde sie bei einem Treffen des Umweltbeirates erneut vorgebracht. „Diskutieren können wir es, aber wir greifen damit in Eigentumsrechte ein“, sagte Bürgermeister Maximilian Eichstetter (CSU) im Umweltausschuss.

Diskussion mit Baumfreunden, Bund Naturschutz, Landesbund für Vogelschutz und Greenpeace in Füssen

Den städtischen Umweltbeirat leiten die Stadträte Dr. Martin Metzger (BFF) und Andreas Eggensberger (CSU). Sie hatten zu einem Treffen nun Vertreter der Baumfreunde, vom Bund Naturschutz und Landesbund für Vogelschutz sowie Greenpeace eingeladen, bei denen die Verbände auch Forderungen vorbringen konnten. Diese Forderungen stellten die beiden Stadträte nun im Umweltausschuss vor, ohne dass aber gleich Beschlüsse gefasst wurden.

Unter anderem ging es um Baumpatenschaften – ein Vorschlag der Baumfreunde. Bürger sollten sich um große, alte Bäume in der Stadt kümmern, die wichtig für das Mikroklima seien: zum Beispiel durch Gießen oder das Bepflanzen der Baumscheiben. Den Vorschlag solle man in kleiner Runde besprechen, sagte Eichstetter dazu. Vorab wolle er prüfen lassen, ob solche Patenschaften möglicherweise in die Verkehrssicherungspflicht eingreifen würden. Auch ein Verbot von sogenannten Schotter- und Steingärten war bei der Beiratssitzung angeregt worden.

Kampf gegen Mikroplastik: Bürgermeister unterstützt das

Den Kampf gegen Mikroplastik hatte Greenpeace ins Spiel gebracht. Damit rennt man offenbar offene Türen beim Bürgermeister ein: Für eine entsprechende Nachrüstung der Kläranlage habe man sich „auf ein Forschungsprojekt beworben“, sagte Eichstetter. Ob’s klappt, könne er aber aktuell noch nicht sagen. Bei anderen Punkten ist man schon weiter: Bei städtischen Veranstaltungen wird etwa darauf geachtet, dass kein Plastikgeschirr eingesetzt wird.

(Lesen Sie auch: Umweltschutz und Nachhaltigkeit spielt in Füssen auch an anderer Stelle eine wichtige Rolle: Wie die Füssener AWO Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen verfolgt.)

Lesen Sie auch
##alternative##
Ärger um Nationalpark

Möglicher Nationalpark Ammergebirge sorgt in Füssen für Zoff