Kaisersaalkonzerte

Auftakt mit Dohrmann und Debussy

Kaisersaal Dohrmann

Mit „Blank Page – New Impressions of Debussy“ eröffnen diese vier Jazzer die neue Saison im Füssener Kaisersaal. Von links: Florian Dohrmann, Lars Binder, Joachim Staudt und Christoph Neuhaus.

Bild: Kaupo Kikkas

Mit „Blank Page – New Impressions of Debussy“ eröffnen diese vier Jazzer die neue Saison im Füssener Kaisersaal. Von links: Florian Dohrmann, Lars Binder, Joachim Staudt und Christoph Neuhaus.

Bild: Kaupo Kikkas

Nun steht es fest: Die neue Saison im Füssener Barockkloster beginnt am 11. Juni mit einem alten Bekannten und Inspiration eines französischen Impressionisten.
01.06.2021 | Stand: 06:00 Uhr

Jetzt ist es fix: Die Konzertsaison im Kaisersaal des Füssener Barockklosters St. Mang beginnt am Freitag, 11. Juni. Karten für den Auftaktabend mit dem Jazzquartett um Florian Dohrmann sind ab sofort im Vorverkauf erhältlich.

Dohrmann war in den vergangenen 20 Jahren mit dem David Orlowsky Trio unter anderem auch in Füssen zu hören, er gewann zwei Echo-Klassik-Preise und spielte zahlreiche Konzerte im In- und Ausland bei renommierten Festivals und Konzerthäusern, wie dem Schleswig-Holstein Musikfestival, dem Concertgebouw Amsterdam und der Carnegie Hall in New York. Jetzt kehrt er wieder zu seinen musikalischen Wurzeln zurück und präsentiert mit „Blank Page – New Impressions of Debussy“ sein neuestes spartenübergreifendes Jazz-Projekt.

Aus Motiven und Harmonien Debussys entsteht Neues

Inspiriert durch die Musik des Impressionisten Claude Debussy haben Florian Dohrmann und Joachim Staudt neue Werke und Arrangements geschaffen. Unvoreingenommen ist die leere Seite, die „blank page“, der Ausgangspunkt, um aus Motiven und Harmonien Debussys Neues entstehen zu lassen. Mal als deutliche Reminiszenz, mal so weit entfernt, dass man mehr als 100 Jahre nach Debussys Tod nur noch seinen Geist zu spüren vermeint. Informativ und spannend führt Dohrmann durch das Programm.

Er erklärt, wie es zu den Arrangements kam und welche Auswirkung Debussy auf den Jazz hatte. Die Entscheidung, eine Gitarre als Harmonieinstrument zu besetzen, eröffnet neue Wege und Freiheiten für die Interpretation und Umgestaltung. Das Ergebnis ist eine frische, kreative und abwechslungsreiche Musik, deren Pendel zwischen Jazz, Pop, rockigen Anklängen und der klassischen Vorlage schwingt und die unterschiedlichen Hintergründe der Musiker widerspiegelt.

So lässt Joachim Staudt (Altsaxofon, Bassklarinette) in seinen Arrangements und Neukompositionen seine Erfahrungen aus der Zusammenarbeit mit der Ska-Legende Rico Rodriguez und der Band „Soulfood international“ einfließen und gibt dem Mondschein den Glanz einer Pop-Ballade. Christoph Neuhaus veredelt die Musik mit seinen geschmackvollen Soli und seinem außergewöhnlichen Gitarren-Sound, während Lars Binder (Schlagzeug) das rhythmische Fundament legt und inspirierende Impulse setzt. Für Bandleader und Projekt-Initiator Dohrmann ist das eine Traum-Besetzung, die seinem ruhigen und warmen Kontrabass-Spiel den idealen Raum zur Entfaltung gibt und die seine anspruchsvollen Arrangements im Geiste Debussys federleicht umsetzt.

Schwebendes Klangideal

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Musikgenuss

Auftakt im Kaisersaal: Debussy in freier Improvisation

Achille-Claude Debussy hatte auf der Weltausstellung 1889 in Paris fasziniert exotische Klänge aus dem asiatischen Raum wie die indonesische Gamelanmusik gehört. Diese Begegnung mit fremden Kulturen und deren schwebendem Klangideal prägt seinen Kompositionsstil. Aus Pentatonik, Ganztonleiter und Auflösung der Funktionsharmonik entwickelt er seine sphärischen Klangbilder. Ohne Debussys musikalischen Impressionismus wäre die pianistische Tonsprache eines Bill Evans schwer vorstellbar. Debussys Kompositionen im Jazz-Kontext zu verarbeiten, erscheint somit als eine folgerichtige Entwicklung.

Wie man an Karten kommt

Für die beiden Konzerte am Freitag, 11. Juni, ab 18 und ab 20 Uhr, gibt es ab sofort Eintrittskarten an der Kasse des Museums der Stadt Füssen von Dienstag bis Sonntag jeweils von 11 bis 17 Uhr. Da der Kartenverkauf erst für spätere Konzerte über Allgäu Ticket abgewickelt wird, bietet das Kulturamt für das Konzert am 11. Juni verbindliche Reservierungen an per E-Mail mit Name, Adresse und Telefonnummer an kultur@fuessen.de. Mit der Reservierungsbestätigung können die Karten entweder an der Museumskasse oder spätestens 20 Minuten vor Konzertbeginn an der Abendkasse abgeholt werden.

Reservierte, aber nicht abgeholte Karten, die nicht mehr anderweitig verkauft werden können, werden in Rechnung gestellt. Der Vorverkauf für das Konzert mit Julius Berger und Pierre Laurent Aimard am 26. Juni beginnt am 15. Juni. Davor sind keine Reservierungen möglich.

Konzertbesucher müssen eine FFP2-Maske tragen und sich an die Abstands- und Hygieneregeln halten. Bei Symptomen oder einem engen Kontakt zu einem an COVID-19-Infizierten in den 14 Tagen davor ist ein Konzertbesuch ausgeschlossen. So lange der Inzidenzwert unter 50 liegt, ist kein Testnachweis nötig.

Infos zum Programm und dem Hygienekonzept gibt es online unter www.kaisersaalkonzerte.fuessen.de