Beratung

Hilfe in der Krise: In Schwaben startet ein neuer Dienst

„Krisen können jeden treffen. Sie machen keinen Unterschied zwischen Geschlecht, Alter oder Beruf", sagt Bezirksrätin Uschi Lax.

„Krisen können jeden treffen. Sie machen keinen Unterschied zwischen Geschlecht, Alter oder Beruf", sagt Bezirksrätin Uschi Lax.

Bild: Sebastian Gollnow, dpa (Symbolfoto)

„Krisen können jeden treffen. Sie machen keinen Unterschied zwischen Geschlecht, Alter oder Beruf", sagt Bezirksrätin Uschi Lax.

Bild: Sebastian Gollnow, dpa (Symbolfoto)

Krisendienst Schwaben startet seinen Dienst. Dahinter verbirgt sich ein psychosoziales Beratungs- und Hilfsangebot. Warum Krisen kein Tabu sein dürfen.
06.04.2021 | Stand: 13:30 Uhr

Als eine „wegweisende und notwendige Ergänzung in der psychiatrischen Versorgungslandschaft“ hat Bezirksrätin Uschi Lax den „Krisendienst Schwaben“ bezeichnet, den der Bezirk Schwaben Anfang März gestartet hat. Dahinter verbirgt sich ein psychosoziales Beratungs- und Hilfsangebot, das Menschen in psychischen Krisen sowie deren Angehörigen unter der kostenlosen Rufnummer 08006553000 zur Verfügung steht. Mit den Krisendiensten, die neu auch in allen anderen Bezirken angeboten werden, sollen Betroffene künftig frühzeitig Hilfe bekommen.

Betroffene sollen frühzeitig Hilfe bekommen

„Krisen dürfen kein Tabu mehr sein“, sagt Lax. Situationen, aus denen der Betroffenen keinen Ausweg mehr wisse, können aus den verschiedensten Lebenslagen entstehen – wie durch den Tod oder die Krankheit eines Angehörigen, durch eine persönliche Erkrankung, eine Trennung, durch den Verlust des Arbeitsplatzes oder auch durch Überlastung im privaten oder beruflichen Bereich.

Mit dem Krisendienst sollen Betroffene künftig frühzeitig und Hilfe bekommen. Denn durch eine frühe Intervention, so Lax, lasse sich oft eine weitere Zuspitzung vermeiden und verhindern, dass aus einer Krise eine längere Krankheit wird.

Erste Hilfe am Telefon

Bezirksrätin Lax weist darauf hin, dass in der Leitstelle des Krisendienstes Fachkräfte der Sozialpädagogik, Psychologie und Psychiatrie tätig sind, die nach dem Grundsatz- „ambulant vor stationär“ zunächst versuchen, im Telefongespräch weiterzuhelfen. Wenn nötig, vermitteln sie Anrufer an die richtigen Ansprechpartner. Hierfür greifen die Mitarbeiter auf ein umfangreiches Netzwerk mit Hilfsangeboten in ganz Schwaben zurück. Die Leitstelle könne auch mobile Teams aussenden, die Betroffene direkt vor Ort weiterhelfen. Die Leitstelle ist zunächst von Montag bis Freitag in der Zeit von 8 bis 16 Uhr erreichbar. Ab Juli werden nach den Aussagen von Lax die Ansprechzeiten rund um die Uhr, auch an Wochenenden, erweitert.