Bad Faulenbach

Kritik an Rückbau des Nichtschwimmer-Bereichs am Mittersee

Informierte über verschiedene geplante Arbeiten im Faulenbacher Tal: Füssens Bürgermeister Maximilian Eichstetter.

Informierte über verschiedene geplante Arbeiten im Faulenbacher Tal: Füssens Bürgermeister Maximilian Eichstetter.

Bild: Alexander Berndt

Informierte über verschiedene geplante Arbeiten im Faulenbacher Tal: Füssens Bürgermeister Maximilian Eichstetter.

Bild: Alexander Berndt

Manche der geplanten Sanierungsmaßnahmen an den Seen im Füssener Stadtteil Bad Faulenbach finden keine Zustimmung. Was dort geplant ist

Informierte über verschiedene geplante Arbeiten im Faulenbacher Tal: Füssens Bürgermeister Maximilian Eichstetter.
Von Alexander Berndt
16.09.2020 | Stand: 18:00 Uhr

Dina Bader war erst einmal „entsetzt“. Als eine der treibenden Kräfte der Interessengemeinschaft (IG) Mittersee drückt sie im Anschluss an die Informationsveranstaltung „Gipsbruchweiher, Mittersee, Obersee“ mit etwa 20 Besuchern ihre große Enttäuschung mit den Worten aus: „Wenn ihr das so machen wollt, dann könnt ihr es gleich bleiben lassen.“

Füssens Bürgermeister Maximilian Eichstetter hatte die Infoveranstaltung im Bundesstützpunkt (BSSTP) anberaumt. Bader bezog sich mit ihrer Kritik in erster Linie auf die Sanierungsmaßnahmen am Mittersee. Diese gehören zu einem umfangreichen Komplex im Faulenbacher Tal. In dessen Rahmen soll nicht nur das frühere Naturfreibad in eine renovierte Badestelle mit neuer WC-Anlage umgebaut, sondern auch die Alatseestraße verlegt sowie das Oberseebad modernisiert werden. Während Bader dabei vor allem der geplante Rückbau großer Teile des Nichtschwimmer-Bereichs am Mittersee besonders sauer aufstößt, formuliert auch Maruie Prudlo-Mößlein „einige Fragezeichen“ bezüglich der Planungen am Mittersee. Dort soll zudem ein Kneipp-Areal mit Pavillon entstehen, das nach Prudlo-Mößleins Kritik die Einstiegsstellen ins Wasser für Badende verknappe.

Kosten von mehr als zwei Millionen Euro

Alle Bau- beziehungsweise Reparaturmaßnahmen würden zusammen wohl mehr als zwei Millionen Euro kosten, verdeutlichte Eichstetter. Seinen Angaben nach belaufen sich allein die Ausgaben für die Arbeiten am Gebäude- und im Außenbereich am Mittersee, wo ein neuer Kiosk-Betrieb entstehen soll, auf knapp eine Million Euro. Für Ende dieses Jahres sei auch die Erneuerung der Kanalisation für den Mitter- und den Obersee vorgesehen, bevor im März sowie April kommenden Jahres der Neubau der Alatseestraße gestartet werden soll. Diese werde dabei komplett „nach hinten und gleichzeitig nach unten“ verlegt, unterstrich Eichstetter und fügte hinzu: „Wir sind hier aber extrem wetterabhängig.“

Kioskbereich vergrößern

Das gelte denn auch für die Umbauarbeiten im nur einen Steinwurf vom Mittersee entfernten Oberseebad, wo gleichfalls umfassende Sanierungsmaßnahmen getroffen werden. Diese dürften laut Eichstetter insgesamt rund 800 000 Euro kosten. Ähnlich wie am Mittersee wolle man damit auch am Obersee „viel aufwerten“, weshalb dort beispielsweise der Kioskbereich größer werden solle. Im Oberseebad, wo nach den Worten des städtischen Leiters für Grundstücks- und Gebäudemanagement, Andreas Aubele, „nächstes Jahr der Betrieb wieder aufgenommen werden kann“, werde es dann zudem neue sanitäre Anlagen, eine neue Elektroinstallation, eine Frauendusche sowie einen neuen Spielplatz geben.

Darüber hinaus werde der Badebetrieb im Wasser in verschiedene Bereiche für Erwachsene, Kleinkinder und Schwimmer eingeteilt, während es zusätzlich ein Spaß-Areal sowie ein Lehrschwimmbecken geben solle, das Bürgermeister Eichstetter „unbedingt“ haben wolle.