Baugebiete

Lechbrucker brauchen dringend Wohnraum - doch es gibt Komplikationen

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Die Gemeinde Lechbruck muss bei Baugebieten nachbessern.

Bild: Slivio Wyszengrad

Die Gemeinde Lechbruck muss bei Baugebieten nachbessern.

Bild: Slivio Wyszengrad

Gemeinde Lechbruck muss bei Plänen für die Areale an der Grubmühle und am Rottachweiher nachbessern. Welche Kritik von übergeordneten Behörden laut wurde

01.08.2020 | Stand: 19:47 Uhr

Immer wieder sind Gemeinden zur Zeit mit Flächenfraß, der Vermeidung von Leerständen oder dem Thema Nachverdichtung konfrontiert. Ganz besonders dann, wenn sich übergeordnete Behörden in Bauleitplanungen einmischen. So geschehen auch jetzt in der Gemeinde Lechbruck, die im Fall zweier geplanter Baugebiete jetzt doch noch zur Vorlage von weiteren Nachweisen, Untersuchungen oder anderweitiger Entscheidungen aufgefordert wurde. Dabei ging es zunächst um das Areal „Grubmühle – Untere Dorfstraße Süd“. Im Kern sollten im Zuge dieses Verfahrens bestehende Baufenster auf dem Gelände eines ehemaligen und viele Jahrzehnte bestehenden Sägewerks geändert werden. Dafür war eine Bearbeitung des Bebauungsplans nötig. Im Verfahren ergab sich nun aber, dass ein dort anliegendes Biotop erkannt wurde und gleichzeitig eine nicht zureichende Wasserversorgung in Lechbruck von übergeordneten Behörden ins Spiel gebracht wurde. Das alles führte zunächst zu Unverständnis im Gemeinderat. Zudem wollten die Behörden in dem Änderungsverfahren eine wohlwollende Unterstützung der Grundstücksbesitzer erkennen.

Nachweise fehlen

Weiter wurde der Bebauungsplan für das in der Entstehung befindliche Baugebiet westlich des Rottachweihers beraten, der eigentlich schon als abgeschlossen galt. Auch hier wurde jetzt das Fehlen von Nachweisen kritisiert, dass die Bebauung anderer Grundstücke in Lechbruck zur Nachverdichtung nicht möglich sei, um damit die Bebauung leer stehender Flächen zu ersparen. Deshalb wurde angeregt, den allgemeinen Flächennutzungsplan (FNP) der Gemeinde zu ändern und dabei beinhaltete, nicht bebaubare Grundstücke aus dem FNP zu nehmen. Diese konnten im Bereich der Oberen Lechwiesenstraße gefunden werden, da hier geologische Untersuchungen vorliegen, die eine Bebauung in diesem Bereich nicht ermöglichen werden. Der Gemeinderat nahm alle Anregung zur Kenntnis, arbeitete diese und weitere Stellungnahmen in die Planausfertigungen ein und beschloss die Satzungen entsprechend. Weitere Entscheidungen liegen damit jetzt wieder bei den Behörden.