Bildung

Mehr Güter auf die Schiene bringen

Eisenbahnprojekt

Bei einem Eisenbahnprojekt haben die neunten und zehnten Klassen der Mittelschule Roßhaupten ein Modell eines Güterzugs gebaut.

Bild: Mittelschule Roßhaupten

Bei einem Eisenbahnprojekt haben die neunten und zehnten Klassen der Mittelschule Roßhaupten ein Modell eines Güterzugs gebaut.

Bild: Mittelschule Roßhaupten

Jugendliche gewinnen viele neue Erkenntnisse bei einem Eisenbahnprojekt an der Mittelschule Roßhaupten-. Warum es am Ende doch einen Laster braucht.
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Von Redaktion Allgäuer Zeitung
26.07.2021 | Stand: 06:00 Uhr

Mehr Güter auf die Schiene? Auch für unsere Gegend eine Alternative? Mit solchen Fragen haben sich die Jugendlichen der neunten und zehnten Klassen der Mittelschule Roßhaupten bei einem Eisenbahnprojekt beschäftigt. Eine Antwort, die sie dabei herausfanden: „Die Bahn eignet sich grundsätzlich zum Transport von Waren aller Art. Nicht umsonst gibt es „Güterzüge“, die auch das gesteigerte pandemiebedingte Transportaufkommen bewältigen können.“

Aber wie schaut so ein Güterwagen überhaupt aus? Welche Modelle gibt es heutzutage und wie sind die Größenverhältnisse? „Am besten vorstellen kann man sich das an einem Spur 1 Modell“, meinten die Schüler der Technikgruppen. Also erst einmal Modelle recherchieren, dann Skizzen und Konstruktionszeichnungen anfertigen und mit dem bereitgestellten Holz und Metall zuerst das Fahrwerk und dann die Aufbauten konstruieren. Die Techniklehrer Thomas Hafenmair und Elmar Hiltensberger besorgten dazu Achsen, die mit entsprechendem Spiel in die Radaufhängung integriert werden mussten, da ansonsten eine Kurvenfahrt unmöglich wäre.

Viel Kreativität und Ausdauer

Die Schüler entwickelten mit viel Kreativität, Ausdauer und Leidenschaft ihre Waggons, die letztendlich einen ganzen Güterzug im Maßstab 1:32 ergaben. Dazu wurden noch Auffahrrampen und Prellböcke gefertigt, mit denen sich ein Güterbahnhof nachstellen ließ.

Weiterhin beschäftigten sich die Techniker mit den gängigen Theoriefragen zum Transport auf der Schiene und kamen zu folgenden Ergebnissen: „Mit so einem Zug kann man richtig viele Tonnen relativ umweltfreundlich bewegen.“ oder „Am Ende braucht es manchmal doch wieder einen Laster zum endgültigen Bestimmungsort, da nicht überall Gleise hinführen“. Dies gilt auch zum Teil für das Allgäu.

Generell wurden noch Vor- und Nachteile der Transportarten mit dem Schiff, Zug, Flugzeug und Lastwagen recherchiert, wobei dabei die Bahn, bezogen auf den Schadstoffausstoß pro Tonne, recht gut abschnitt.

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Am Ende waren sich Lehrer und Schüler einig. Die Motivation war immer da, das Projekt gemeinsam zu entwickeln und voranzutreiben, was die vielen kreativen Modelle widerspiegeln, welche alle ohne vorgefertigte Teile gebaut wurden.