Ausbildungsmarkt

Mehr Lehrstellen als Bewerber

Staatsministerin Carolina Trautner hat bei ihrem Besuch in Füssen auch einen Abstecher zur Firma Bihler gemacht. Ein Thema dort war die Lage auf dem Ausbildungsmarkt.

Staatsministerin Carolina Trautner hat bei ihrem Besuch in Füssen auch einen Abstecher zur Firma Bihler gemacht. Ein Thema dort war die Lage auf dem Ausbildungsmarkt.

Bild: Matthias Balk, dpa

Staatsministerin Carolina Trautner hat bei ihrem Besuch in Füssen auch einen Abstecher zur Firma Bihler gemacht. Ein Thema dort war die Lage auf dem Ausbildungsmarkt.

Bild: Matthias Balk, dpa

Staatsministerin Carolina Trautner besucht in Füssen die Firma Bihler. Dort geht es auch um die Situation für den Nachwuchs
23.09.2021 | Stand: 15:26 Uhr

Um die aktuelle Situation auf dem Ausbildungsmarkt und den Einfluss der Corona-Pandemie auf die Suche nach Lehrlingen ist es unter anderem bei den Gesprächen gegangen, die Bayerns Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales Carolina Trautner (CSU) bei einem Besuch der Bihler Maschinenfabrik GmbH & Co. KG in Füssen führte. Dort tauschte sich die Politikerin mit Geschäftsführer Mathias Bihler, Ausbildungsleiter Richard Hertl und Horst Holas von der Agentur für Arbeit im Allgäu aus. Am Gespräch nahmen auch Bundestagsabgeordneter Stefan Stracke, Landtagsabgeordnete Angelika Schorer und Füssens Bürgermeister Maximilian Eichstetter (alle CSU) teil.

Sprung in die Arbeitswelt ohne Brüche

„Keine Schnuppertage und kaum Praktika, Ausbildungsmessen, die häufig nur in reduzierter Form oder online stattfinden konnten, prägten das abgelaufene Schuljahr. Wir müssen alles daran setzen, dass jetzt der Sprung in die Arbeitswelt ohne Brüche klappt“, sagten Stracke und Trautner. Bei Bihler setzt man seit Jahren darauf, Fachkräfte selbst auszubilden und bietet acht verschiedene Lehrberufe an, dazu duale Studiengänge. 120 Lehrlinge sind derzeit im Unternehmen. Eine enge Zusammenarbeit gibt es, wie Bihler und Hertl berichteten, mit der Hochschule Kempten und der Technischen Universität München. Stark verändere die Digitalisierung im Maschinenbau die Arbeitswelt. Auch dem trage man bei der Ausbildung verstärkt Rechnung.

Nach wie vor könne man mit Stolz sagen, dass die Ausbildung bei Bihler in der Region als Qualitätsmerkmal für den besten Start ins Arbeitsleben gelte, betonte Eichstetter. Aus diesem Grund habe es Bihler leichter, sich am Ausbildungsmarkt zu positionieren.

Ausbildungsmarkt nicht so stark von Pandemie betroffen

Insgesamt sei der Ausbildungsmarkt im Gegensatz zum Arbeitsmarkt nicht so stark von der Pandemie betroffen, denn trotz Corona gebe es im Allgäu beste Chancen für alle angehenden Azubis, sagte Holas, Geschäftsführer und stellvertretender Leiter der Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen. In der Region Füssen seien der Agentur für Arbeit in diesem Berufsberatungsjahr 305 Ausbildungsstellen für 230 Bewerber gemeldet. Aktuell seien nur noch 26 Bewerber ohne eine Ausbildungsstelle. Allerdings schwanke diese Zahl noch, da sich zu Beginn des Ausbildungsjahres täglich Änderungen ergeben. „Diesen 26 Bewerbern stehen aktuell 139 unbesetzte Ausbildungsstellen gegenüber. Schwerpunkt sind dabei die Berufe des Handels, der Gastronomie und Stellen im gewerblich-technischen Bereich“, teilte er mit.

Die Arbeitsagenturen in Bayern befinden sich aktuell in der Phase der Nachvermittlung, sagte Trautner. Sie empfehle allen, die noch keinen Ausbildungsplatz haben, die Gelegenheit zu ergreifen. „Mit mehr als drei nicht besetzten Lehrstellen auf jeden noch nicht versorgten Bewerber, haben wir noch viele offene Ausbildungsstellen. Die Unternehmen suchen händeringend nach Auszubildenden, denn der Bedarf an Fachkräften ist hoch. Der bayerische Ausbildungsmarkt bietet viele Chancen für alle Talente“, betonte die Ministerin.

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