Schulverband Pfronten

Mittelschule Pfronten: Gemeinden zahlen 850 Euro mehr pro Schüler

Die Mittelschule Pfronten hat mit steigenden Energiekosten und gleichzeitig sinkenden Schülerzahlen zu kämpfen.

Die Mittelschule Pfronten hat mit steigenden Energiekosten und gleichzeitig sinkenden Schülerzahlen zu kämpfen.

Bild: Markus Röck (Archivbild)

Die Mittelschule Pfronten hat mit steigenden Energiekosten und gleichzeitig sinkenden Schülerzahlen zu kämpfen.

Bild: Markus Röck (Archivbild)

Während die Schülerzahlen in Pfronten sinken, steigen die Energiepreise. Die Jahresrechnung 2021 weist einen erheblichen Fehlbetrag auf.
07.05.2022 | Stand: 12:00 Uhr

Tiefer ins Säckel greifen müssen heuer die drei Mitgliedsgemeinden des Schulverbands der Mittelschule Pfronten. Wie aus dem einstimmig beschlossenem Haushalt hervorgeht, müssen sie für jeden ihrer Schüler 3890 Euro beisteuern, um das Defizit zu decken. Im Vorjahr waren es nur 3050 Euro.

Neben steigenden Energiepreisen liegt das an sinkenden Schülerzahlen: Aktuell besuchen 176 Schülerinnen und Schüler die Mittelschule Pfronten, vergangenes Jahr waren es noch 198. Halbiert hat sich die Zahl der Schüler aus Rückholz von 18 auf neun. Damit entrichtet die Gemeinde nur 35.010 Euro Umlage, nach 54.900 Euro im Vorjahr. Nesselwang zahlt für 60 (2021: 63) Schüler 233.400 Euro (2021: 192.150 Euro), Pfronten für 107 (117) Schüler 416.230 (356.850 Euro).

Fehlbetrag von über 72.000 Euro

Die Jahresrechnung des Schulverbands für 2021 legte der Pfrontener Kämmerer Alexander Probst zusammen mit dem Haushalt vor. Sie weist einen Fehlbetrag von 72.240 Euro aus. Grund sind vor allem beträchtlich gestiegene Ausgaben für Heizung und Strom, aber auch die Erstattung an die Gemeinde Pfronten für IT-Leistungen bei der Digitalisierung der Schule. Auch die Miete für das Schulgebäude stieg, weil die Gemeinde Pfronten die Planungskosten für die Generalsanierung umlegt. (Lesen Sie auch: "Radeln ist überall schön": Pfrontener Bürgermeister über den geplanten Mobilitätstag im Ort)

Die Corona-Pandemie mit zeitweisem Unterrichtsausfall ließ die Schulbuskosten sinken, aber auch die Entgelte für die Verpflegung der Ganztagsklasse.

Energiekosten explodieren

Auch 2022 schlagen die hohen Energiekosten zu Buche, so wurden die Ansätze für Erdgas um 20.200 auf 53.200 Euro und für Strom um 11.500 auf 34.000 Euro erhöht. Pfronten legt über die Miete weitere Planungskosten auf die Schule um, erstattet dieser aber ihrerseits den Mietzuschuss für Vereine, die die Schulturnhalle nutzen.

Lesen Sie auch
##alternative##
Kleine Gemeinde, große Pläne

Die Gemeinde Prem investiert in Breitband und in Feuerwehr

Sie wollen immer über die neuesten Nachrichten aus Füssen informiert sein? Abonnieren Sie hier unseren kostenlosen, täglichen Newsletter "Der Tag in Füssen".

Der Vermögenshaushalt profitiert vom Förderprogramm „Digitalpakt“. Daraus kann die Schule den größten Teil ihrer geplanten Investitionen von 35.200 Euro finanzieren. Neben diversen Erwerbungen für die Digital-Ausstattung sowie Möbel sollen für jeweils 3000 Euro Musikinstrumente und Flüstersofas angeschafft werden. 1100 Euro sind für die Ausstattung der Schulküche vorgesehen, 1000 Euro für Sitzgelegenheiten in der Aula und 3500 Euro für die Beleuchtung des Innenhofs.

Mehr Nachrichten aus Füssen und Umgebung lesen Sie hier.

Für nur 0,99 € einen Monat alle exklusiven AZ Plus-Artikel auf allgaeuer-zeitung.de lesen
Jetzt testen
Ausblenden | Ich habe bereits ein Abo.