Fällungen

Nach Baumfällungen am Lechufer: Bäume mit Satzung besser schützen?

Lechuferweg

Aufgrund dieser Baumfällungen am Lechufer fordert der Bund Naturschutz wieder einmal eine Baumschutzverordnung für Füssen.

Bild: Baumfreunde Füssen (Archivbild)

Aufgrund dieser Baumfällungen am Lechufer fordert der Bund Naturschutz wieder einmal eine Baumschutzverordnung für Füssen.

Bild: Baumfreunde Füssen (Archivbild)

Der Bund Naturschutz fordert wieder eine Regelung für den Füssener Raum. Zuvor gab es Holzarbeiten am Lechufer. Die Untere Naturschutzbehörde prüft den Vorfall.
14.01.2022 | Stand: 12:00 Uhr

Von einem Kahlschlag sprechen Naturschützer – die Rede ist von Baumfällungen, die am Lechufer in Füssen stattgefunden haben. Die Ortsgruppe Füssen im Bund Naturschutz spricht gar von einer „Baumfällorgie“. Um so etwas in Zukunft zu vermeiden, fordert der Bund Naturschutz wieder einmal eine Baumschutzverordnung für Füssen. Das Landratsamt Ostallgäu teilt derweil mit, dass die Untere Naturschutzbehörde den Vorfall noch prüft.

Satzung hätte in der Sitzung geholfen

Eine Satzung hätte das Fällen von Bäumen für eine Löschfahrzeugzufahrt durchaus erlaubt, aber sicher nur in einer Breite von 10 Meter und nicht über 50 Meter, teilt der Vorsitzende Michael Käs mit. Mit einer Baumschutzverordnung müsse das Fällen von Bäumen gut begründet sein und ziehe dann auch eine Neupflanzung nach sich. Derzeit dürfte jeder Privateigentümer, aber auch die Stadt nach Gutdünken fällen. „Um so etwas in Zukunft zu verhindern, sollte der jetzige Stadtrat in einem vierten Anlauf, aber diesmal mit Erfolg eine Baumschutzverordnung wie sie so viele Städte unter anderem München problemlos haben, beschließen“, fordert Käs. Er sieht hier besonders auch die Umweltschutzbeauftragten der Stadt, Andreas Eggensberger und Dr. Martin Metzger, gefordert.

Wenn es die Witterung zulässt, gibt es Termin vor Ort

Nach Angaben des Landratsamts Ostallgäu seien Hölzer wegen einer geplanten Saugstelle für die Feuerwehr und für die Sicherheit des Wegs zum Reptilienzoo entfernt worden. Damals hatten sich auch die Baumfreunde Füssen zu dem Vorfall geäußert und eine Klärung gefordert. Aktuell liegt der Fall nun bei der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt, denn der „Großteil der Gehölze hätte weder für die Freistellung der Feuerwehrzufahrt zur Saugstelle noch zur Sicherung des Weges zum Reptilienzoo entfernt werden müssen“, teilt die Pressestelle mit. Sollte es die Witterung zulassen, soll es in diesen Tagen noch eine fachliche Bewertung vor Ort geben.