Das sind die neuen Besitzer

Nach Gondel-Auktion der Tegelbergbahn: Was mit den alten Kabinen passiert

Die Gondeln haben neue Besitzer: Eine soll zum Ausschank, die andere zum Vorführraum umgebaut werden.

Die Gondeln haben neue Besitzer: Eine soll zum Ausschank, die andere zum Vorführraum umgebaut werden.

Bild: Christoph Kölle (Archivfoto)

Die Gondeln haben neue Besitzer: Eine soll zum Ausschank, die andere zum Vorführraum umgebaut werden.

Bild: Christoph Kölle (Archivfoto)

Die zwei Gondeln der Tegelbergbahn wurden versteigert. Die neuen Besitzer haben Verschiedenes mit den alten Kabinen vor.
17.02.2021 | Stand: 15:29 Uhr

"Wir sind froh, dass die Gondel in Schwangau geblieben ist", sagt Peter Helmer. Der Betreiber des Campingplatzes Bannwaldsee gehört zu den neuen Besitzern der alten Gondeln. Die 15.000 Euro teure Kabine soll eine neue Bestimmung bekommen: Helmer möchte sie zu einem Ausschankwagen umbauen. "Sie soll unterschiedlich eingesetzt werden, biespielsweise für eine Hochzeit oder ein Dorffest", sagt Helmer.

Gondel ist Teil der Schwangauer Geschichte

In der Gondel sollen dann Schwangauer Bier und Schnaps ausgeschenkt oder Speisen ausgegeben werden. Er freut sich, dass die Kabine direkt vor der Türe bleibt - "das ist ja auch ein Teil der Schwangauer Geschichte".

Die zweite Tegelberg-Gondel hat das Haus der Bayerischen Geschichte in Regensburg ersteigert. Das Museum möchte die Kabine nach eigenen Angaben als Vorführraum für einen Film nutzen, der Bayerns Tourismus in Zeiten des Klimawandels thematisiert. Die größten Gewinner der Auktion sitzen aber im Allgäu: Die 28.500 Euro aus dem Verkauf der Gondeln kommen dem Hospizverein Südliches Ostallgäu und dem Hilfsfonds "Schwangauer Miteinand" zugute.

Tegelbergbahn-Geschäftsführer ist zufrieden

Wie berichtet ist die Auktion am Montagmittag zu Ende gegangen. Ursprünglich kamen für die beiden alten Gondeln insgesamt 26.500 Euro zusammen - wie die Tegelbergbahn mitteilt, hat Peter Helmer seinen Betrag wegen des guten Zweckes im nachhinein noch erhöht. Damit landen insgesamt 28.500 Euro in der Kasse. Mit diesem Ergebnis ist Seyfried nach der Auktion zufrieden: "Logisch. Unser Wunsch war fünfstellig zu sein für jede der beiden Kabinen. Das wurde erreicht."

Insgesamt wurden 50 Gebote abgegeben

Seit dem 31. Januar konnten Interessenten auf der Webseite der Tegelbergbahn ihr Gebot für die Kabinen abgeben, wo täglich das aktuelle Höchstgebot veröffentlicht wurde. Insgesamt seien es über 50 Gebote gewesen. Für die alten Kabinen, die etwa 4,30 Meter lang, 2,30 Meter breit, 2,60 Meter hoch und 1.000 Kilogramm schwer sind, beginnt damit ein neuer Lebensabschnitt, ebenso für die Tegelbergbahn. An ihr werden die Anlagen modernisiert und daher auch neue Kabinen angeschafft.

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