Musikunterricht

Nesselwang zahlt mehr für die Sing- und Musikschule Pfronten

Ein Instrument spielen zu können, hilft Kindern und Jugendlichen.

Ein Instrument spielen zu können, hilft Kindern und Jugendlichen.

Bild: Karl Aumiller

Ein Instrument spielen zu können, hilft Kindern und Jugendlichen.

Bild: Karl Aumiller

Die Beiträge werden deutlich erhöht. Die Kinder und Jugendlichen der Marktgemeinde sollen auch künftig die Möglichkeit haben, ein Instrument zu erlernen.
Ein Instrument spielen zu können, hilft Kindern und Jugendlichen.
Von Andreas Schubert
08.02.2021 | Stand: 06:00 Uhr

„Wir freuen uns, dass wir den Beitrag so erhöhen konnten“, sagte der Nesselwanger Bürgermeister Pirmin Joas zum einstimmigen Beschluss des Marktgemeinderates, die freiwillige Kostenbeteiligung des Marktes an der Sing- und Musikschule Pfronten für die Jahre 2019 und 2020 deutlich zu erhöhen.

60 Schüler aus Nesselwang

Aktuell besuchten 60 Kinder und Jugendliche aus Nesselwang die Einrichtung, um verschiedenste Instrumente oder das Singen zu erlernen. Wie die Musikschule mitgeteilt hatte, sei in den vergangenen zwei Jahren ein erhebliches finanzielles Defizit aufgetreten, von dem bisher die Gemeinde Pfronten den Löwenanteil übernommen habe, erklärte Joas. Pfronten möchte seinen Anteil nun reduzieren, weshalb die anderen Gemeinden, deren Kinder die Musikschule besuchen, gefordert sind. Bisher hatte sich der Markt Nesselwang mit einem Euro je Einwohner, das heißt mit rund 4.000 Euro pro Jahr, an den Kosten der Musikschule beteiligt. Für die Jahre 2019 und 2020 schlug Bürgermeister Pirmin Joas eine Erhöhung der Kostenbeteiligung auf 9.000 Euro (2019) und 6.500 Euro (2020) vor.

Wichtig auch in Pandemie-Zeiten

Von der Sache her waren sich alle Gemeinderäte einig, dass Musizieren und Instrumente erlernen von elementarer Bedeutung für Kinder und Jugendliche ist, insbesondere in Corona-Zeiten, wo das Sozial- und Vereinsleben weitgehend erlahmt ist. Deshalb sei man sehr dankbar und zufrieden für die Zusammenarbeit mit der Musikschule Pfronten, um den Kindern und Jugendlichen aus Nesselwang einen qualitativ hochwertigen Musikunterricht zu ermöglichen. „Es ist sehr wertvoll für Eltern und Kinder, dass der Musikunterricht praktisch am Ort mit kurzen Wegen stattfinden kann“, betonte Gemeinderätin Petra Wörz (Freie Wähler). Auch sei man sich im Gemeinderat bewusst, dass das mit einem erheblichen Kostenaufwand für qualifizierte Lehrkräfte und Räumlichkeiten verbunden ist, den man auch bereit ist, seitens des Marktes Nesselwang mitzutragen. So meinte etwa Kämmerer Martin Keller, dass „keine Musikschule in Bayern kostendeckend arbeitet“. Gemeinderat Stefan Abt (CSU) mahnte allerdings an, dass „sich die Musikschule zukünftig rechtzeitig zur finanziellen Situation äußern sollte“.

Für die folgenden vier Jahre sollte sich der Markt Nesselwang mit Beträgen zwischen 6.500 bis 7.500 Euro beteiligen, lautete der Vorschlag von Bürgermeister Joas. Dem folgte der Marktrat und stimmte der geplanten Kostenbeteiligung einstimmig zu.

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