Kinderbetreuung im Ostallgäu

Neubau des Lechbrucker Kindergartens liegt im Zeitplan

Im Herbst soll der Bau des neuen Kindergartens in Lechbruck beginnen.

Im Herbst soll der Bau des neuen Kindergartens in Lechbruck beginnen.

Bild: Silvio Wyszengrad

Im Herbst soll der Bau des neuen Kindergartens in Lechbruck beginnen.

Bild: Silvio Wyszengrad

Diesen Herbst soll es losgehen. Mit der Kirche wird derzeit noch über die Trägerschaft verhandelt und darüber, was mit dem alten Gebäude passiert.
21.06.2021 | Stand: 12:00 Uhr

Der Bau des neuen Kindergartens in Lechbruck könnte sich verzögern, weil sich die Gemeinde und die katholische Kirche uneins sind. Diese Befürchtung ist derzeit im Ort zu hören. Laut Hauptamtsleiter Michael Köpf ist an der Sache aber wenig dran. „Der Bau verzögert sich nicht“, betont er. Die Genehmigung sei da und die Gemeinde wolle, wie geplant, im Herbst loslegen.

Verhandelt wird noch über Trägerschaft

Verhandlungen gebe es allerdings mit der Kirche tatsächlich noch. Diese aber tangieren nicht den Neubau an sich, sondern nur, ob die Kirche wieder, wie bisher, die Trägerschaft für den Kindergarten St. Anton übernimmt. Außerdem ist laut Köpf noch offen, wie genau mit dem alten Kindergartengebäude verfahren wird. Eine Möglichkeit sei, dass die Gemeinde es von der Kirche ablöst. Es könnte am Ende aber auch auf eine andere Lösung hinauslaufen. Darüber werde noch verhandelt. Bis der neue Kindergarten steht, rechnet Köpf aber in beiden Fällen mit einer Einigung.

Für den Neubau laufen die Ausschreibungen. Diesen Herbst sollen die Baumaschinen anrücken. Klappt alles nach Plan, sollte bis Herbst 2022 „ziemlich was passiert sein“, sagt Köpf. Genaue Prognosen seien aber derzeit schwierig, da zum Beispiel die Lage auf dem Markt für Baumaterialien immer noch sehr angespannt ist.

Übergangslösung geplant

Die Betriebserlaubnis für den alten Kindergarten läuft derzeit noch bis Ende August 2021. Dann erlischt sie. Der Hauptamtsleiter rechnet aber mit einer Verlängerung für das kommende Kindergartenjahr. „Es wird wohl eine Übergangslösung geben, nach der die vierte Notgruppe im alten Kindergarten bleiben kann, bis der neue fertig ist“, sagt er. Diese vierte Gruppe wurde heuer neu eingerichtet, weil drei für die Zahl der angemeldeten Kinder nicht mehr ausreichten. Sie wird behelfsmäßig im kleinen Turnraum des Kindergartens betreut.

Dass das Landratsamt der Verlängerung der Betriebserlaubnis nicht zustimmt und die Lechbrucker Kinder in andere Einrichtungen in der Umgebung müssen, glaubt Köpf nicht. Wenn die Behörde sehe, dass gebaut werde und was vorwärtsgehe, komme sie der Gemeinde sicher entgegen.

Neubau entsteht auf einer Wiese

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Geplant ist der neue Kindergarten wie berichtet auf einer Wiese auf der südlichen Seite der Lechhalle. Das alte Gebäude und die erst wenige Jahre alte Krippe befinden sich auf der anderen Seite. Da die Krippe und der bisherige Garten weiter genutzt werden, soll es hinter der Lechhalle einen Verbindungsgang zum neuen Kindergarten geben. Dieser soll außerdem eine eigene kleine Freifläche bekommen.

Eine Sanierung des alten, 1977 erbauten Gebäudes wäre nicht möglich gewesen, da es nicht über genügend Räume verfügt, um aktuellen Standards noch gerecht zu werden. Einen Abbruch und Neubau am bestehenden Standort verwarf die Gemeinde ebenfalls, da die Bauphase und eine vorübergehende Ausgliederung der Gruppen eine enorme Belastung für Personal und Kinder mit sich gebracht hätten (wir berichteten). Außerdem wäre das Projekt dadurch um mehrere 100 000 Euro teurer geworden und die Bauzeit hätte sich um ein Jahr verlängert.

Nach Absprache kamen Gemeinde und Kirchenverwaltung daher als Mitträger des Kindergartens zu der Entscheidung, dass ein Neubau auf dem benachbarten Grundstück, südlich der Lechhalle, die wirtschaftlichste und vernünftigste Lösung darstellt.

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