Ostallgäu

Ostallgäuer FDP kritisiert inkonsequente Gastro-Beschränkungen

Über so manch inskonsequente Entscheidung der Regierung in Sachen Corona und Gastronomie debattierte die FDP jetzt virtuell bei einer Diskussionsrunde. Unser Bild entstand in Hopfen am See.

Über so manch inskonsequente Entscheidung der Regierung in Sachen Corona und Gastronomie debattierte die FDP jetzt virtuell bei einer Diskussionsrunde. Unser Bild entstand in Hopfen am See.

Bild: Benedikt Siegert (Symbol)

Über so manch inskonsequente Entscheidung der Regierung in Sachen Corona und Gastronomie debattierte die FDP jetzt virtuell bei einer Diskussionsrunde. Unser Bild entstand in Hopfen am See.

Bild: Benedikt Siegert (Symbol)

Erstmals befassen sich die Liberalen bei einer virtuellen Konferenz mit dem Thema Tourismus im Ostallgäu. Dabei wird auch Kritik an der Staatsregierung laut.
18.06.2020 | Stand: 12:00 Uhr

Es ist noch nicht lange her, da sprach so mancher vom Overtourism im Ostallgäu und wollte den vermeintlich überbordenden Fremdenverkehr begrenzen – insbesondere wenn es um Tagesgäste ging oder Billig-Urlauber. Corona und die damit verbundenen Einschränkungen haben vieles verändert. Viele Betriebe im Gastgewerbe kämpfen um ihre Existenz. Dies Misere hat nun die FDP zum Anlass genommen, um gemeinsam mit Hotelbetreibern und Reiseveranstaltern aus der Region über die Zukunft des Ostallgäuer Fremdenverkehrs zu diskutieren. Der Ostallgäuer Kreisverband, der die Veranstaltung gemeinsam mit dem FDP-Bezirk Schwaben durchführte, betrat dabei Neuland: Denn erstmals wurde eine offene Veranstaltung des Kreisverbandes ausschließlich virtuell durchgeführt. Und zwar über die Plattform ZOOM.

Corona-Beschränkungen im Allgäu: Noch immer keine Perspektive für Kneipen und Bars

Füssens Tourismusdirektor Stefan Fredlmeier schilderte dabei plastisch die aktuellen Probleme der Füssener Unternehmen, der Unternehmer, FDP-Landtagsabgeordneter und tourismuspolitischer Sprecher der Landtagsfraktion, Albert Duin, kritisierte so manche Inkonsequenz in der Politik der Schließungen und Lockerungen. Sowohl für Wellnessanbieter als auch für kleine Bars und Kneipen, gäbe es immer noch keine Perspektive, obwohl durchdachte Hygienekonzepte vorlägen. Einig waren sich die Teilnehmer darin, dass die uneinheitlichen Vorgehensweisen der verschiedenen staatlichen Ebenen und die geringe Planbarkeit ein großes Problem darstellen. Moderiert wurde die Veranstaltung von Stephan Thomae, stellvertretender Fraktionsvorsitzenden der FDP-Bundestagsfraktion, der sich wegen der Sitzungswoche aus Berlin zuschaltete, was dank des Internetformats problemlos möglich war.

Trotz Internet-Debatte klares Bekenntnis zur Gastronomie vor Ort

Bislang, sagt Kreisvorsitzender Marcus Prost, habe man dieses virtuelle Format auf Kreisverbandsebene nur auf internen Vorstandssitzungen genutzt: „Mir ist klar, dass es einen Widerspruch darstellt, sich einerseits für das Gastgewerbe einsetzen zu wollen und dann im Internet zu debattieren.“ Angesichts der immer noch vorhandenen Gefahren durch Covid-19 schien aber der Partei alles andere als nicht umsetzbar und sei zum Zeitpunkt der Entscheidungsfindung schlichtweg nicht erlaubt gewesen. Dennoch wurde lebhaft diskutiert und das vorgesehene Zeitfenster deutlich überzogen, wie die FDP mitteilt.