Von der Kapelle zum Kolumbarium

Pfrontener Friedhofskapelle soll künftig Ort für die Aufbewahrung von Urnen werden

Die Auferstehungskapelle auf dem Pfrontener Friedhof soll künftig als Kolumbarium Verstorbenen aller Konfessionen offen stehen.

Die Auferstehungskapelle auf dem Pfrontener Friedhof soll künftig als Kolumbarium Verstorbenen aller Konfessionen offen stehen.

Bild: Erwin Kargus (Archiv)

Die Auferstehungskapelle auf dem Pfrontener Friedhof soll künftig als Kolumbarium Verstorbenen aller Konfessionen offen stehen.

Bild: Erwin Kargus (Archiv)

Die Evangelische Kirchengemeinde Pfronten will die Friedhofskapelle erhalten und zu einem Kolumbarium machen. Wie das Urnen-Projekt aussieht.
27.05.2021 | Stand: 12:00 Uhr

Die Idee, die Pfrontener Friedhofskapelle als Kolumbarium zur stilvollen Aufbewahrung von Urnen zu nutzen, ist ihrer Verwirklichung einen Schritt näher gekommen. Mit 15:5 Stimmen hat der Gemeinderat dem Entwurf eines öffentlich-rechtlichen Vertrags mit der evangelischen Kirchengemeinde als Betreiberin einer solchen Einrichtung zugestimmt. Die Kirchengemeinde ist Eigentümerin der denkmalgeschützten Kapelle, deren Erhalt durch die neue Nutzung gesichert werden soll. Deren Einnahmen sollen dem Unterhalt des Kolumbariums und der Sanierung der Kapelle dienen, erläuterte Hauptamtsleiter Richard Nöß. Deswegen werde die Friedhofssatzung so überarbeitet, dass der Ertrag des Kolumbariums bei der evangelischen Gemeinde verbleiben kann.

Kolumbarium in Pfrontener Friedhofskapelle: Trend zur Urnenbestattung

Dr. Otto Randel (Pfrontner Liste) sprach der evangelischen Kirchengemeinde ein großes Lob für die Idee aus, auf diese Weise das historische Bauwerk zu erhalten, und sprach von einem Trend zu Urnenbestattungen ebenso wie zu anonymen und halbanonymen Bestattungen. Peter Scholz (CSU) kritisierte dagegen, dass man eigentlich erst die Friedhofssatzung überarbeiten und dann über das Kolumbarium entscheiden wollte. Das jetzt anders herum zu machen, sei für ihn der falsche Weg.

Gemeinde Pfronten übergibt Urnen an die evangelische Kirchengemeinde

Ludwig Schneider (Pfrontner Liste) fragte nach, wer denn der Ansprechpartner für Interessierte für Bestattungen im Kolumbarium sei. Das sei die Gemeinde Pfronten, antwortete der Hauptamtsleiter. Sie übergebe dann die Urne an die evangelische Kirchengemeinde, die sie ins Kolumbarium lege. Auch die Bestattungsgebühr werde an die Gemeinde entrichtet, ergänzte Bürgermeister Alfons Haf. Diese nehme die Urne nach zehn Jahren im Kolumbarium auch wieder entgegen, um sie ordnungsgemäß in einem anonymen Grab zu bestatten. Mit dem Vertrag über das Kolumbarium könne die evangelische Kirchengemeinde jetzt Zuschüsse für die Sanierung der Friedhofskapelle beantragen.

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