Jahreswechsel

Pfrontener Schelle gegen das Coronavirus

Die Corona-Schelle von Hans-Peter Haslach aus Pfronten.

Die Corona-Schelle von Hans-Peter Haslach aus Pfronten.

Bild: Erwin Kargus

Die Corona-Schelle von Hans-Peter Haslach aus Pfronten.

Bild: Erwin Kargus

Ein Unikat wird zugunsten der Corona-Hilfe verkauft. Warum es bewusst "wiascht" aussieht und wer die Idee dafür hatte.
Die Corona-Schelle von Hans-Peter Haslach aus Pfronten.
Von Erwin Kargus
04.01.2021 | Stand: 16:23 Uhr

In der Silvesternacht sind im Allgäu – so auch in Pfronten – neben den Kirchenglocken diesmal auch zahlreiche Kuhschellen zu hören gewesen. Das Motto lautete „S’ Allgäu schellet“, was man mit „Schellen statt böllern“ umschreiben könnte. Zum Einsatz kam auch eine ganz besondere Schelle des Pfronteners Hans-Peter Haslach, die jetzt zugunsten der Pfrontener Corona-Hilfe verkauft werden soll.

Silvester 2020 wird mit der "Corona-Schelle" eingeläutet

Haslach, ein gelernter Schmied, kam am Silvestermorgen auf die Idee: „Wie wäre es, an diesem denkwürdigen Silvester 2020 mit einer Corona-Schelle zu schellen?“ Gesagt, getan, geschmiedet. In der Pfrontener Schmiedewerkstätte seines einstige Lehrmeisters Philipp Trenkle ging er ans Werk und fertigte in nur zwei Stunden eine beeindruckende große Schelle an. Sie sollte bewusst „wiascht“ aussehen und „greislich“ klingen, „damit sie Corona vertreibt“.

Statt mit krachenden Böllern konnte er nun mit schrägen Klängen das neue Jahr 2021 begrüßen. Die Schelle ist auch absichtlich aus verrostetem Eisenstahl gefertigt. Auf der Vorderseite wurden auf ihr der Coronavirus und die Zahl des Corona-Jahres 2020 aufgeschweißt.

Corona-Schelle wird gegen Gebot verkauft

Die Corona-Schelle hängt ab sofort als Blickfang im Kiosk des Heimatvereins beim Bahnhof Pfronten-Ried. Wer die Schelle mit später einmal sicher hohem Erinnerungswert käuflich erwerben will, kann beim Vorsitzenden des Pfrontener Heimatvereins, Philipp Trenkle, unter der Telefonnummer (08363) 8594 sein Angebot abgeben. Der Erlös kommt der Corona-Hilfe zugute. Alle, die die Schelle bisher zu Gesicht bekamen, darunter „Phips“ Trenkle, der die Schelle ins Bild hält, zeigten sich von dieser Idee, ihrer Ausführung und der Spendenabsicht angetan.