Finanzen

Rückholz: Investieren und Schulden senken

Die Gemeinde Rückholz kann einen soliden Haushalt vorweisen.

Die Gemeinde Rückholz kann einen soliden Haushalt vorweisen.

Bild: Alexander Kaya/dpa (Symbolbild)

Die Gemeinde Rückholz kann einen soliden Haushalt vorweisen.

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Bürgermeister Franz Erl sagt, die Gemeinde sei sehr breit aufgestellt. Die Lage sei mehr als "im grünen Bereich". Einblicke in den Haushalt.
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Von Andreas Schubert
06.07.2021 | Stand: 11:03 Uhr

„Wir sind sehr breit aufgestellt und in der glücklichen Lage, dass unsere Wirtschaft handwerklich geprägt ist. Denn das Handwerk hat Arbeit ohne Ende“, meinte Bürgermeister Franz Erl zu den Rahmenbedingungen bei der Vorstellung des Haushalts 2021 der Gemeinde Rückholz. Trotz Corona-Krise habe man in der Gemeinde nur „geringe Defizite im Fremdenverkehr gehabt und alles ist mehr als im grünen Bereich“, sagte Erl. Besonders erfreulich sei auch, „dass wir viel machen können ohne Kredite aufzunehmen“, betonte er. Möglich wird das auch durch eine Entnahme von 557 000 Euro aus der zum Jahresbeginn mit 1,13 Millionen Euro gefüllten Rücklage.

Rückholz: Investitionen in die Infrastruktur

„Der Haushalt ist geprägt von Investitionen in die Infrastruktur der Gemeinde. So wird insbesondere der Anbau am Bauhof für Lagerflächen sowie die neue Heizanlage im Mehrzweckgebäude Seeger Straße 16 einen beträchtlichen Teil der Investitionen in diesem Jahr ausmachen“, sagte Albine Meyler von der Kämmerei der Verwaltungsgemeinschaft Seeg zum Haushalt. Weitere Schwerpunkte sind diverse Straßenverbesserungen (inklusive Feinschicht im Neubaugebiet), Verbesserung der Kläranlage und die Errichtung von Urnengräbern. Trotz dieser großen Investitionen werde die Verschuldung sinken und keine neuen Kreditaufnahmen nötig sein, betonte die Kämmerin.

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Wofür Städte und Gemeinden ihr Geld ausgeben

Gutes Steueraufkomnmen sorge für gut finanzierten Haushalt

Meyler attestierte der Gemeinde eine „sparsame und verantwortungsvolle Verwendung von Haushaltsmitteln in der Vergangenheit“, die einen soliden Haushalt garantiere. Dazu komme ein gutes Steueraufkommen, das für einen gut finanzierten Haushalt sorge. Der Gemeinderat verabschiedete den Haushalt 2021 und die mittelfristige Finanzplanung 2021-2024 jeweils einstimmig.

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Woher Städte und Gemeinden ihr Geld bekommen

Zahlen aus dem Haushalt:

  • Volumen: Verwaltungshaushalt 1,87 Millionen Euro (plus 176 000 Euro im Vergleich zu 2020); Zuführung an Vermögenshaushalt: 128 000 Euro (-10 000 Euro); Vermögenshaushalt: 1,61 Millionen Euro (-1,57 Millionen Euro); Zinsausgaben: 12 250 Euro (-1765 Euro).
  • Wichtige Einnahmen Verwaltungshaushalt: Gewerbesteuer 370 000 Euro (2020 geplant 250 000 Euro, Rechnungsergebnis 395 780 Euro); Schlüsselzuweisungen des Freistaates 137 900 Euro (2020: 189 104 Euro); Anteil an der Lohn- und Einkommensteuer bleibt unverändert bei 510 000 Euro.
  • Ausgaben Verwaltungshaushalt: Umlage an Landkreis Ostallgäu steigt von 433 578 auf 457 050 Euro; Umlage an die VG Seeg steigt von 98 855 auf 112 800 Euro; Ausgaben an Schulverbände sinken von 122 250 auf 110 100 Euro; Personalausgaben steigen von 413 756 auf 486 000 Euro.
  • Weitere Einnahmen Vermögenshaushalt: Zuschüsse für Investitionen: 533 300 Euro; Veräußerung von Anlagevermögen: 67 000 Euro.
  • Ausgaben Vermögenshaushalt/Investitionen: Restkosten für Umbau des Kindergartens und Erneuerung des dortigen Kinderspielplatzes: 104 000 Euro; Restkosten Umbau des Bürger- und Vereinshauses 41 000 Euro; neue Lagerflächen im Bauhof 250 000 Euro; Straßenbau 250 000 Euro; neue Urnengräber 50 000 Euro; Erwerb von Grundstücken im Bereich allgemeines Grundvermögen 500 000 Euro.
  • Verschuldung: Zu Jahresbeginn 976 072 Euro, zu Jahresende geplant noch 920 398 Euro. Damit sinkt die Pro-Kopf-Verschuldung von 1102 auf 1040 Euro.