Kulturbetrieb

Regenwetter beschert Füssener Museum regen Besuch

Museum

Museumsleiter Dr. Anton Englert (Mitte) freut sich, dass die Besucher in die Ausstellungen im Füssener Barockkloster St. Mang zurückgekehrt sind – hier in der Bibliothek.

Bild: Alexander Berndt

Museumsleiter Dr. Anton Englert (Mitte) freut sich, dass die Besucher in die Ausstellungen im Füssener Barockkloster St. Mang zurückgekehrt sind – hier in der Bibliothek.

Bild: Alexander Berndt

Mit Corona-Lockerungen kehrt wieder Leben ins ehemalige Kloster ein. Auf was sich Besucher dennoch einstellen müssen.

10.06.2020 | Stand: 18:00 Uhr

Der Anfang ist auch schon mal im Museum der Stadt Füssen gemacht. Dessen Leiter Dr. Anton Englert freut sich, dass sowohl das Haus in der barocken Klosteranlage als auch die Gemäldegalerie im Hohen Schloss nach rund zweimonatiger Schließung ihre Pforten wieder normal für Besucher geöffnet haben. Ganz so wie vor dem wegen der Corona-Pandemie erlassenen Lockdown läuft der Museumsbetrieb allerdings noch nicht wieder. So hofft Englert „auf eine weitere Lockerung in nächster Zeit, damit wir hier auch wieder Führungen und Vorträge anbieten können.“

Nachdem das Museum seit dem 16. Mai jeweils am Wochenende für drei Stunden am Tag seine Tore aufgeschlossen hatte, können die Besucher seit Pfingsten wieder von Dienstag bis Sonntag an sechs Tagen in der Woche von 11 bis 17 Uhr „das Authentische“ wertschätzen, wie es laut Englert das Füssener Museum in drei Bereichen vermittelt. Demnach werde dem Gast so einmal die 1000-jährige Geschichte und das Wirken des Klosters St. Mang sowie dessen Anlagen und Prunkräume genauso nahegebracht wie „das Spezialhandwerk des Geigen- und Lautenbaus und die Industrialisierung Füssens durch die Hanfwerke“.

"Für die Besucher kein Problem"

Die Resonanz nach der Wiederöffnung ist ähnlich zu Vor-Corona-Zeiten vor allem bei Regenwetter recht gut, während der Besucherzuspruch „bei Bergwetter“ eben nicht so rege sei, wie Englert erklärt. Die Hygienevorschriften wie das Tragen von Mund-Nase-Schutzmasken sowie Kontaktbeschränkungen wie die Einhaltung eines gewissen Abstands stellten dabei nach Erkenntnissen des Museumsleiters „für die Besucher kein Problem“ dar. Bei einer Maximalzahl von 40 Besuchern, die sich gleichzeitig in den Museumsräumen aufhalten dürfen, hielten sich diese allesamt vernünftig daran. Der normalerweise am 1. April stattfindende Saisonbeginn habe sich „heuer eben auf Pfingsten verschoben“, berichtet Englert und zeigt einige Einträge ins Gästebuch des Hauses, wo unter anderem unter dem Datum 3. Juni zu lesen ist: „Die wunderbare Bibliothek hat mich beflügelt.“ Ähnliche Gefühle stellten sich möglicherweise beim Ehepaar Beate und Berthold Grund aus Bobingen ein, für das die „Bibliothek der Hauptgrund“ für den ersten Besuch des Füssener Museums an der Lechhalde gewesen sei. Und während sich Beate Grund darüber freute, dass ihr Museumsleiter Englert gestattete, einmal ein Buch aus einem Regal zu ziehen, lobte Berthold Grund die Weitläufigkeit der „schön lichtdurchfluteten“ Bibliothek.