Ebenhofen/Ostallgäu

Rolf Maier an der Spitze des VdK

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Bild: Erwin Kargus

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Neuwahlen Pfrontener ist der neue Kreisvorsitzende. Auch ein Wechsel in der Geschäftsführung vollzogen
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Von Erwin Kargus
29.10.2019 | Stand: 13:51 Uhr

Der Pfrontener Rolf Maier ist der neue Vorsitzende des VdK-Kreisverbandes Kaufbeuren-Ostallgäu. Beim Verbandstag im Gasthof Hirsch in Ebenhofen wählten ihn die Mitglieder zum Nachfolger des im März verstorbenen Jürgen Rohner. Seit dessen Erkrankung Ende Januar war Maier bereits kommissarischer Kreisvorsitzender.

Er will sich als Kreisvorsitzender von 7500 Mitglieder in Kaufbeuren und dem Ostallgäu dafür einsetzen, dass der VdK weiterhin vor Ort einen guten Ruf genießt und attraktiv bleibt. „Mein Ziel wird es sein“, sagte er, „mit ihrer Hilfe die Mitgliederzahl weiterhin zu vergrößern und die unbesetzten Ortsverbände neu zum Leben zu erwecken.“ Der neue Kreisvorsitzende appellierte an die 96 Anwesenden: „Gemeinsam sind wir stark!“ Rolf Maier (Jahrgang 1948) lernte Bankkaufmann und arbeitete 41 Jahre lang bis 2013 als Organisationsinspektor und selbstständiger Generalagent einer Versicherung.

Ebenso wie Maier würdigte Kreisgeschäftsführer Mathias Hochmuth aus Kaufbeuren den verstorbenen Kreisvorsitzenden Jürgen Rohner als „väterlichen Freund und couragierten Menschen“. Hochmuth überraschte mit der Mitteilung, dass er demnächst als Leiter der VdK-Rechtsabteilung nach München wechselt. Zum Abschied stellte er seine Nachfolgerin Sonja Blunk vor. Die Juristin stammt aus Stade in Niedersachsen. „Unsere erst große Aktion“, sagte Blunk, „ist eine Großdemo zum Thema Rente am 28. März nächsten Jahres in München.“ Auch die Bezirksgeschäftsführerin aus Augsburg, Martina Schroeder, kündigte an: „Für die gerechte Sache gehen wir alle auf die Straße. Wir wollen in München einen langen Proteststurm bilden.“

In ihrem Vortrag „Ehrenamt in Bayern“ nannte die Referentin für Frauen und Ehrenamt im VdK-Landesverband, Ruth Link aus München, die aktuelle Mitgliederzahl in ganz Bayern mit 716 000. Zu den 16 000 Ehrenamtlichen im VdK Bayern zählen auch 500 „ergänzende Ehrenämter“. Dazu zählten die VdK-Lotsen, die sich jenseits der Sozialrechtsberatung beispielsweise um Schuldnerprobleme oder Suchtprobleme kümmern sowie einfach mal zuhören und mit jemand reden. Ein Schulbeauftragter gibt Unterricht in Schulen etwa zu Inklusion. Der VdK-Berater für Barrierefreiheit setzt sich dafür ein, dass der öffentliche Raum barrierefrei ist. Er wird oft von Bürgermeistern zur Begehung in öffentlichen Räumen angefordert. „Barrierefreiheit ist immer auch Voraussetzung für Inklusion“, unterstrich die Münchnerin. Eine Pflegebegleiterin unterstütze pflegende Angehörige, wenn die pflegende Person beispielsweise mal eine Auszeit braucht. Ein Freizeitbegleiter sorgt sich um Ferienfreizeiten für Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung wie beispielsweise eine Skifreizeit im nächsten Winter. Neben diesen weniger bekannten, jedoch zusehends gefragten „ergänzenden ehrenamtlichen Aufgaben“ gibt es noch die allseits geschätzten Sammler für „Helft Wunden heilen“.

Der Sozialverband VdK, der sich als Anwalt sozial benachteiligter Menschen verstehe und für soziale Gerechtigkeit kämpfe, biete für alle ehrenamtliche Schulungen von diesen wichtigen „ergänzenden Ehrenämtern“ bis hin zu Spezialseminaren wie Öffentlichkeitsarbeit an, schloss Link.

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