Natur

Die Winter-Tricks der Schneehühner

Im Winter haben es Schneehühner nicht leicht, unter der dichten Schneedecke geeignete Nahrung zu finden. Im Ostallgäu leben sie unter anderem in den Bergen bei Pfronten, wo auch dieses Bild entstand.

Im Winter haben es Schneehühner nicht leicht, unter der dichten Schneedecke geeignete Nahrung zu finden. Im Ostallgäu leben sie unter anderem in den Bergen bei Pfronten, wo auch dieses Bild entstand.

Bild: Richard Wismath

Im Winter haben es Schneehühner nicht leicht, unter der dichten Schneedecke geeignete Nahrung zu finden. Im Ostallgäu leben sie unter anderem in den Bergen bei Pfronten, wo auch dieses Bild entstand.

Bild: Richard Wismath

Schneehühner haben es im Winter nicht leicht. Vor allem an Nahrung kommen sie dann schwer. Sie sind aber erfindungsreich.
Im Winter haben es Schneehühner nicht leicht, unter der dichten Schneedecke geeignete Nahrung zu finden. Im Ostallgäu leben sie unter anderem in den Bergen bei Pfronten, wo auch dieses Bild entstand.
Von Richard Wismath
18.01.2021 | Stand: 11:13 Uhr

Oberhalb der Baumgrenze von Oberstdorf bis Schwangau lebt noch eine mäßige Anzahl Alpenschneehühner. Das ideale Schneehuhn-Biotop ist laut Vogelkundler Richard Wismath das Hochkar, wo auf engstem Raum sonnige und schattige, trockene und feuchte Flächen vorkommen. Eines dieser Biotope fand er am Breitenberg bei Pfronten.

Jetzt im Winter, nach der Hauptmauser, wenn sich das Gefieder in ein völliges Weiß verwandelt hat, ist für den Naturbeobachter kaum eine Chance geboten, diese Raufußhühner auf der Schneedecke ausfindig zu machen. Wenn Schneefall und starker Frost hereinbrechen, Stürme über ihren Lebensraum brausen, so hat das Schneehuhn welches gerne in Gesellschaft seiner Artgenossen lebt, eine besondere Eigenart vorzuweisen. Es scharrt sich mit seinen Füßen eine Schlafhöhle in den Schnee, die bis zu 40 Zentimeter tief und 1,50 Meter lang sein kann. So ist Schutz geboten gegen die Unbilden der Witterung und der natürlichen Feinde, wie Steinadler und Fuchs.

So kommt das Schneehuhn iim Winter auch bei viel Schnee an seine Nahrung

Während sich das Schneehuhn in den Sommermonaten von Sämereien, Beeren, Blättern und Knospen junger Triebe, außerdem von Flechten ernährt, hat es in den Wintermonaten bei hoher Schneedecke große Not an eine geeignete Futterquelle zu kommen. So scharren sich die Vögel schräg abwärts führende Gänge in den Schnee, um zur Äsung zu gelangen, oder sie halten sich an die frei gefegten Grashänge der Südseite, wo meist noch eine dürftige Nahrung in Form von dürren Gräsern zu finden ist.

Bald nachdem die letzten Tourengeher und Skifahrer jahreszeitlich Ende März von den Pisten verschwunden sind, beginnt beim Schneehuhn die Balz, welche ihren Höhenpunkt Mitte Mai erreicht. Die Wintergesellschaften von acht bis zehn Exemplaren haben sich zu dieser Zeit gelöst, und es beginnt die Paarbildung. Bei der Bodenbalz lässt der Hahn ein knarrendes „ärr“ hören, welches lautstark durch das Kar verhallt.

Beobachtungen die Wismath nach eigenen Angaben bei der Balz machen konnte, zeigten ihm „aufschlussreiche Szenen, die ich nicht vergessen werde“. So stolziert der Hahn auf die Henne zu, umwirbt sie mit gesträubtem Gefieder und ständigem Kopfnicken, wo sich die leuchtend roten „Rosen“ voll entfalten. Mit dieser Präsentation kommt der Hahn auch meist zu seinem Erfolg.

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