Tierwelt

Seltenes Blaukehlchen im Füssener Land gesichtet

Blaukehlchen Rotsterniges

Das seltene Weißsternige Blaukehlchen.

Bild: Richard Wismath

Das seltene Weißsternige Blaukehlchen.

Bild: Richard Wismath

Zum ersten Mal seit Jahren hat der Füssener Vogelkundler Richard Wismath ein Blaukelchen entdeckt. Was das zu dieser Jahreszeit bedeutet.

Von Richard Wismath
05.06.2020 | Stand: 12:00 Uhr

Ein günstiges Biotop und die Klimaveränderung haben in diesem Jahr echte Besonderheiten der Singvögel bis in das hinterste Allgäu hervorgebracht, wie den Steinrötel, Karmingimpel, Pirol, Schwarzkehlchen, oder das wunderschön gefärbte niedliche Blaukehlchen. Das schreibt der Füssener Vogelkundler Richard Wismath. Das Blaukehlchen konnte der Naturfotograf vor Kurzem zum ersten Mal in seiner langjährigen Beobachtungszeit im Füssener Raum ausfindig machen und mit einem Belegfoto dokumentieren.

Brutvorkommen möglich

Beobachtungen eines Blaukehlchens jetzt zu dieser Jahreszeit lassen darauf schließen, dass es sich eventuell um ein Brutvorkommen handeln könnte. Dies wäre der erste Nachweis, was natürlich strenge Schutzmaßnahmen verdient.

Nebst dem Weißsternigen Blaukehlchen, welches hauptsächlich noch in den Inn- und Donauauen vorkommt, gibt es noch das Rotsternige Blaukehlchen. Dieses lebt in den nördlichen Gefilden Skandinaviens und mit einigen Brutpaaren sogar im Grenzgebiet zwischen Vorarlberg und Tirol. Wismath spricht vom „herrlichen Geschöpf eines Rotsternigen Blaukehlchens“, welches er bei seinen naturkundlichen Beobachtungen vor einigen Jahren auf der Hardanger Vidda in Norwegen fotografieren konnte.