Festspielhaus Neuschwanstein

Chinas Kultur in königlichem Ambiente - So war der Shen Yun-Auftritt im Festspielhaus

Fotografen waren bei der Aufführung von „Shen Yun“ im Festpielhaus Neuschwanstein nicht erlaubt.

Fotografen waren bei der Aufführung von „Shen Yun“ im Festpielhaus Neuschwanstein nicht erlaubt.

Bild: Benedikt Siegert (Archivbild)

Fotografen waren bei der Aufführung von „Shen Yun“ im Festpielhaus Neuschwanstein nicht erlaubt.

Bild: Benedikt Siegert (Archivbild)

Das Ensemble der Shen Yun Performing Arts reißt das Publikum in seinen Bann. Traditionelle chinesische Instrumente wechseln sich mit westlichen Klängen ab.
13.05.2022 | Stand: 12:00 Uhr

Wenn man den fast stürmischen Schlussapplaus zum Maßstab nimmt, dann haben sich mehr als 1000 Besucher im Festspielhaus Neuschwanstein nicht nur gut eineinhalb Stunden lang ganz in den Bann der „Schönheit tanzender himmlischer Wesen“ ziehen lassen, sondern sich dabei bestens unterhalten gefühlt.

So wird jedenfalls der Name „Shen Yun“ übersetzt, dem sich das in New York ansässige Ensemble für darstellende Kunst, Shen Yun Performing Arts, verschrieben hat. Es erwies dem klassischen chinesischen Tanz, chinesischen Volkstänzen sowie Tänzen nationaler Minderheiten Chinas in virtuoser Weise am Forggensee seine Reverenz.

Die Zeit vor dem Kommunismus

Mit einer beinahe berauschenden Farbenpracht, hinreißenden Hingabe und akrobatischen Tanzkunst seiner zahlreichen Darstellerinnen und Darstellern nahm die Theatertruppe das Publikum von der ersten Minute der imposanten Show an auf eine Reise durch die 5000-jährige traditionelle chinesische Kultur. „China vor dem Kommunismus“ lautete schließlich der Titel der Vorstellung.

Shen Yun wird mit Falun-Gong-Bewegung in Verbindung gebracht

Denn mit dem Kommunismus hat „Shen Yun“ nichts am Hut. Die Gruppe wird in Verbindung gebracht mit der Falun-Gong-Bewegung, die sich selbst als Gemeinschaft mit buddhistischen Wurzeln sieht, die mitunter aber auch als Sekte bezeichnet wird und in der Volksrepublik China verboten ist und verfolgt wird.

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Traditionelle chinesische und klassische westliche Instrumente

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In Füssen freilich überwog die exotischer Anziehungskraft der Gruppe, der sich die Zuschauer dabei kaum entziehen konnten. Zur Musik des sowohl mit traditionellen chinesischen Instrumenten wie etwa der Erhu, einer zweisaitigen, mit einem Bogen gestrichenen Röhrenspießlaute, als auch klassisch westlichen Klangmitteln besetzten Orchesters wurde so der bis zu 5000 Jahre alten „göttlichen Kultur“ des ehemals als Reich der Mitte bezeichneten Landes in Ostasien gehuldigt.

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Moderatoren führen auf chinesisch und deutsch durchs Programm

Von außergewöhnlich schönen und spektakulären multidimensionalen Bildern im Bühnenhintergrund berührend und eindrucksvoll unterstrichen, erzählten die Tänzer mit vielen rasanten Bewegungen voller teils artistischer Einlagen von einer Welt, „wo zeitlose Legenden von Tapferkeit und Tugend geboren werden“, wie es im Flyer des Veranstalters hieß.

Im Rahmen dessen versuchte Shen Yun den Besuchern auch mit Gesangssoli zu Klavierbegleitung „ein Portal zu einer Zivilisation von bezaubernder Schönheit und erleuchtender Weisheit“ zu öffnen, wie die zwei Moderatoren Ashley und Peter erklärten, die auf chinesisch und deutsch durchs Programm führten.

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