Ortsverband SPD Füssen

SPD-Frauen Füssen: Nicht im sozialen Bereich sparen

SPD Frauen haben während ihres Treffen auch über eine Fahrradstraße im Weidach gesprochen.

SPD Frauen haben während ihres Treffen auch über eine Fahrradstraße im Weidach gesprochen.

Bild: Ralf Lienert (Symbolbild)

SPD Frauen haben während ihres Treffen auch über eine Fahrradstraße im Weidach gesprochen.

Bild: Ralf Lienert (Symbolbild)

Städtische Finanzen waren ein Thema beim jüngsten Treffen. Zudem geht es um die Verkehrslage. Unter anderem wird eine Fahrradstraße für das Weidach gefordert.
08.09.2021 | Stand: 15:00 Uhr

Die Finanzen der Stadt Füssen sowie die Situation für Radler und Fußgänger in Füssen waren die dominierenden Themen bei einem Treffen der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF) Füssen-Schwangau. Sorge bereitet der ASF die Forderung des Landratsamtes Ostallgäu nach einem Konsolidierungskonzept für die Finanzen: „Das war angesichts der immensen geplanten Ausgaben zu erwarten, aber gespart werden darf jetzt nicht verstärkt im sozialen Bereich“, fordern die SPD-Frauen laut einer Pressemitteilung. Bei der Verkehrsplanung müsse das Ziel ein gutes Miteinander aller Verkehrsteilnehmerinnen sein. Dabei könne es nicht nur um Autos und intelligente Ampeln gehen. Radfahrern und Fußgängern müsse die gleiche Aufmerksamkeit gelten.

"Diese Lage ist mehr als ernst" zum kürzlich beschlossenen Haushalt in Füssen

Nach einem Bericht unserer Zeitung wird das Landratsamt den Haushalt nicht mehr ohne Konsolidierungskonzept genehmigen. „Diese Lage ist mehr als ernst“, stellt die ASF fest. Aber auf keinen Fall dürften jetzt soziale Einrichtungen und Bildungsangebote an erster Stelle leiden. „Gerade weil die Menschen wegen der Corona-Einschränkungen bei Bildungsangeboten wie in den Familienstützpunkten, in Volkshochschulen und öffentlichen Bibliotheken und auch in Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen enorme Einschränkungen hinnehmen mussten, brauchen wir dringend gute und vielfältige Bildungs- und Hilfsangebote“, unterstreicht ASF-Vorsitzende Brigitte Protschka.

Als schlechte Option zu Geld zu kommen, betrachtet die ASF den diskutierten Verkauf des Alten Landratsamtes. Das sei eine Immobilie in bester Lage. Mit dem dortigen Ärztehaus gehe es zudem um eine wichtige Einrichtung im Sinne der Gesundheitsversorgung für die Füssener Bürgerinnen und Bürger. Das sollte doch mindestens so viel Wert sein wie ein neuer Radweg in Hopfen, für den 2,8 Millionen Euro zu Buche schlagen, teilt die ASF mit. Auch wenn bisher im ehemaligen Landratsamt wohl schon 1,4 Millionen Euro investiert worden sind und weitere 700 000 Euro fällig sein könnten, sind das erst 2,1 Millionen – eine halbe Million weniger als der Radweg kostet, betont die ASF. Zudem amortisiere sich eine Mietimmobilie ganz im Gegensatz zu einem Radweg, mit dem man keine Einnahmen generiere.

Regelmäßig werde über Füssener Zustände berichtet

Was die Verkehrsplanung betrifft, könne man regelmäßig in der Zeitung lesen, was in Füssen abgeht. Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger geraten zunehmend aneinander. Zuletzt sei die Diskussion vor allem bezüglich des Lechuferwegs entflammt. „Obwohl sicher die meisten Radlerinnen und Radler rücksichtsvoll fahren, gibt es dort immer wieder Ärger zwischen Fußgängerinnen und Fußgängern und Radfahrerinnen und Radfahrern. „Zu Fuß mit kleinen Kindern ist es mittlerweile richtig gefährlich, dort zu laufen“, bestätigt stellvertretende ASF-Vorsitzende Claudia Schreiner als Mutter dreier Kinder die Situation.

Die ASF regt deswegen an, eine durchgehende Fahrradstraße durch das Weidach zu schaffen. Ziel müsste sein, in Ergänzung zu dem bereits geplanten Fahrradweg direkt vom Lechuferweg ab Höhe des Lechwehres am Skaterplatz vorbei durchs Weidach bis hinauf in die Einmündung auf die B16 am Friedhof zu gelangen.

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Auch mit Blick auf die neue Kita sei das sinnvoll, weil zu erwarten sei, dass Eltern ihre Kinder zunehmend mit dem Fahrrad in die Kita bringen. Die ASF werde die SPD-Fraktion beauftragen, einen entsprechenden Antrag im Stadtrat einzubringen.