Medizin

St. Vinzenz Klinik in Pfronten: Vereint gegen den Hausärztemangel vorgehen

Gemeinschaftspraxis gegen Ärztemangel.

Gemeinschaftspraxis gegen Ärztemangel.

Bild: Patrick Pleul, dpa (Symbolfoto)

Gemeinschaftspraxis gegen Ärztemangel.

Bild: Patrick Pleul, dpa (Symbolfoto)

Eine Gemeinschaftspraxis und Klinik gründen den Weiterbildungsverbund Ostallgäu-Süd. Die Ausbildung dauert insgesamt fünf Jahre. Was dort gelehrt wird.
26.12.2020 | Stand: 12:00 Uhr

Um dem Mangel an Hausärzten auf dem Land zu begegnen, haben die St. Vinzenz Klinik Pfronten und die Gemeinschaftspraxis Dres Sellmayer in Seeg den Weiterbildungsverbund Ostallgäu-Süd gegründet. Wie die Klinik mitteilt, wollen sie so einen neuen Anreiz bieten, indem sie die Weiterbildung zum Allgemeinmediziner strukturiert aus einer Hand anbieten.

Klinik koordiniert Weiterbildungen

Die verschiedenen Weiterbildungsabschnitte in der Arztpraxis von Prof. Dr. Alois Sellmayer und Dr. Petra Sellmayer sowie in der Klinik werden von der Klinik koordiniert und aufeinander abgestimmt.

Die Ausbildung dauert insgesamt fünf Jahre. Davon werden 36 Monate im stationären Bereich der St. Vinzenz Klinik absolviert, davon 24 Monate in der Akutversorgung Innere Medizin sowie zwölf Monate in der Chirurgie inklusive Orthopädie und Unfallchirurgie.

Auch die psychosomatische Grundversorgung ist Thema

Weitere 24 Monate werden die Mediziner in der ambulanten hausärztlichen Versorgung in der Seeger Gemeinschaftspraxis Sellmayer ausgebildet. Hinzu kommt ein Baustein im Bereich der Psychosomatischen Grundversorgung, der in Kursform angeboten wird. Der große Vorteil für die Ärzte besteht darin, dass die komplette Weiterbildung in allen dafür nötigen Fachgebieten mit einem verbindlichen Rotationsplan und festen Ansprechpartnern für die Organisation erfolgen kann. Als Ansprechpartner für die Organisation steht der Chefarzt der Inneren Medizin in der St. Vinzenz Klinik, Dr. Dominik Müller, zur Verfügung.

(Lesen Sie hier, wie ein Arzt aus Marktoberdorf die Folgen von Corona spürt.)