Sanierungsgebiete

Stadt Füssen hilft mit Geld und Beratung

Beratung

Stadtentwicklerin Annegret Michler, Nadine Hipp vom Bauamt und Bürgermeister Maximlian Eichstetter (von links) mit Infomaterial, das für sanierungswillige Hausbesitzer gerade vorbereitet wird.

Bild: Heinz Sturm

Stadtentwicklerin Annegret Michler, Nadine Hipp vom Bauamt und Bürgermeister Maximlian Eichstetter (von links) mit Infomaterial, das für sanierungswillige Hausbesitzer gerade vorbereitet wird.

Bild: Heinz Sturm

Hausbesitzer werden bei Sanierungsvorhaben unterstützt. Wie hoch eine Förderung maximal ausfallen kann.
03.07.2021 | Stand: 19:30 Uhr

Sie hat schon selbst ein Altstadthaus saniert und weiß: „Da fühlt man sich manchmal alleine gelassen.“ In Füssen will Annegret Michler vermeiden, dass es Hausbesitzern so ergeht wie ihr einst. Im Auftrag der Stadt berät die Stadtentwicklerin und ehemalige Stadtbaumeisterin Bürger bei ersten Planungsschritten bei solchen Vorhaben. Sie bietet eine Orientierung an im Behördendschungel und bei den vielfältigen finanziellen Förderungen, die Immobilienbesitzern bei Sanierungsvorhaben winken – auch durch das kommunale Förderprogramm. Einzige Bedingung: Das Haus muss in einem der Füssener Sanierungsgebiete liegen, also Altstadt, Westliche Innenstadt oder Lechvorstadt.

„Das gab es so bisher nicht“

„Das gab es in Füssen so bisher nicht“, sagt Bürgermeister Maximilian Eichstetter zu dem Angebot einer städtebaulichen Beratung. Mit Annegret Michler, die elf Jahre Stadtbaumeisterin in Landsberg war und nun das Kaufbeurer Büro Die Stadtentwickler leitet, habe man eine Beraterin engagiert, die „großen Input von außen“ und viel Erfahrung mit sich bringe.

Nicht den Architekten ersetzen

„Wir ersetzen aber nicht den Architekten“, betont Michler. Mit ihrem Team sei sie für die erste Beratung zuständig, um eine möglichst gute Qualität bei den Vorhaben sicherzustellen und Hilfe bei der Abstimmung mit den Behörden zu geben. Wobei Michler nach den ersten Terminen mit Hausbesitzern sagt, sie habe ausschließlich gute Gespräche geführt. Das bestätigt Hauptamtsleiter Peter Hartl: Es habe auch von den Immobilienbesitzern „ein sehr gutes Feedback“ gegeben.

Die Hausbesitzer können nicht nur auf gute Beratung, sondern auch auf viel Geld hoffen: Mit bis zu 30 000 Euro unterstützt die Stadt mit ihrem kommunalen Förderprogramm Haussanierungen. Die Förderung, auf die kein Rechtsanspruch besteht, sondern im Einzelfall durch die Stadt entschieden wird, beträgt 30 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten, höchstens jedoch 10 000 Euro je Einzelmaßnahme. Einzelmaßnahmen sind entweder eine Fassaden- oder Dachsanierung oder eine Sanierung von Fenstern/ Türen oder von Höfen, die öffentlich einsehbar sind. Insgesamt sind damit Zuschüsse bis zu 30 000 Euro aus dem kommunalen Förderprogramm und bis zu 10 000 Euro aus dem Geschäftsflächenprogramm möglich. Dieses Geschäftsflächenprogramm unterstützt Um- und Ausbauarbeiten, um Leerstände in der Altstadt (davon ausgenommen sind die Reichen- und Ritterstraße) zu vermeiden und neue Flächen für den Einzelhandel zu gewinnen. Gefördert werden zum Beispiel Arbeiten an Fassaden oder Werbeanlagen, aber auch barrierefreie Eingänge. Es gebe nicht allein diese Finanzspritzen, sagt Michler, sondern daneben noch sehr viele andere Fördertöpfe, die man für eine Sanierung anzapfen könne.

Erste Ansprechpartnerin

Erste Ansprechpartnerin bei der Stadt Füssen für Immobilienbesitzer ist Nadine Hipp, Mitarbeiterin des Bauamts. Sie unterstützt die Immobilienbesitzer bei der Antragstellung und koordiniert die Termine mit dem Büro Die Stadtentwickler, das beratend tätig wird und den Bürgern bei den verschiedenen Behördengängen hilft. Laut Bürgermeister wird die Beratung schon gut angenommen, obwohl man für dieses Angebot bislang noch nicht groß die Werbetrommel gerührt habe. Doch die Chancen auf Zuschüsse durch das Förderprogramm habe dafür gesorgt, dass viele sanierungswillige Hausbesitzer bereits in den Startlöchern saßen. Eichstetter geht davon aus, dass das Interesse noch steigen wird – und versichert: „Ein Anruf und dann geht der Prozess los.“

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Das sind die Ansprechpartnerinnen für die städtebauliche Beratung:

  • Im Rathaus: Nadine Hipp, Zimmer A108 im ersten Obergeschoss, möglichst zu folgenden Zeiten: Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr, Montag, Dienstag und Donnerstag zusätzlich von 14 bis 16 Uhr. Telefon: 08362/903-150; E-Mail: n.hipp@fuessen.de
  • Städtebauliche Beraterin: Die Stadtentwickler GmbH, Dipl.-Ing. Annegret Michler, Am Bleichanger 33, 87600 Kaufbeuren. Telefon: 08341/9976467. www.diestadtentwickler.com

info@diestadtentwickler.com