Rieden am Forggensee

Streit um Kiesgrube: Das sagt der Bauunternehmer

Auf diesem Grundstück in Rieden am Forggensee soll auf 1,4 Hektar eine Kiesgrube entstehen. Dagegen regt sich Widerstand. Jetzt meldet sich Bauunternehmer Heinz Heer zu Wort.

Auf diesem Grundstück in Rieden am Forggensee soll auf 1,4 Hektar eine Kiesgrube entstehen. Dagegen regt sich Widerstand. Jetzt meldet sich Bauunternehmer Heinz Heer zu Wort.

Bild: Joahnna Lang

Auf diesem Grundstück in Rieden am Forggensee soll auf 1,4 Hektar eine Kiesgrube entstehen. Dagegen regt sich Widerstand. Jetzt meldet sich Bauunternehmer Heinz Heer zu Wort.

Bild: Joahnna Lang

Hoch her ging es zuletzt in Rieden am Forggensee wegen einer geplanten Kiesgrube. Jetzt meldet sich erstmals Heinz Heer zu Wort, der das Projekt vorantreibt
01.12.2020 | Stand: 18:06 Uhr

In der Diskussion um die bei Dietringen geplante Kiesgrube hat sich nun der Pfrontener Bauunternehmer Heinz Heer als potenzieller Betreiber zu Wort gemeldet. Wie berichtet, lehnen Kommunalpolitiker und Anrainer das Projekt ab. >> Lesen Sie dazu: >> Wird die Natur-Idylle in Rieden dem Kies geopfert? Für Heer geht es dagegen um die Sicherung eines wichtigen Rohstoffs für die Baubranche für die kommenden Jahre und um die Sicherung der 105 Arbeitsplätze seines Betriebs. Wenn an dieser Stelle kein Kies abgebaut werden dürfte, dann könne man den Kiesabbau in der Region gleich ganz vergessen, sagt der Bauunternehmer, der selbst Jahrzehnte in der Kommunalpolitik aktiv war.

Bauunternehmer weist Vorwürfe der Kiesgruben Gegner in Rieden am Forggensee als haltlos zurück

Zudem rückt Heer einige Behauptungen aus dem Artikel über die ablehnende Haltung der Riedener zu dem Projekt zurecht: Die Kiesgrube umfasse eine Fläche von 1,4 Hektar und nicht von 4,5 Hektar. Auch die Befürchtungen, die Grube könne als Zwischenlager für Kies aus dem Forggensee dienen und dort könnte auch eine Verkleinerungs- beziehungsweise Zertrümmungsanlage errichtet werden, weist Heer als völlig unbegründet und haltlos zurück: „Der Verzicht auf eine Verkleinerungs- beziehungsweise Zertrümmungsanlage liegt mit den weiteren Unterlagen der Gemeinde und dem Landratsamt vor.“

Heer ist zuversichtlich, eine Genehmigung zu bekommen

Was ist aber mit den Argumenten der Kritiker, die die Fläche als „wahres Naturidyll“ bewahren wollen? Da ist Heer ganz prosaisch: Es handele sich hier um eine normale, landwirtschaftlich genutzte Wiese. Die grenze an ein Landschaftsschutzgebiet an, sei von diesem aber nicht umgeben. Wenn sich die Kritiker so sehr für den Schutz der Landschaft einsetzen wollten, sollten sie dies nur wenige hundert Meter weiter tun. Dort befindet sich eine Kiesgrube, mitten im Landschaftsschutzgebiet. Trotz des Widerstandes vor Ort ist Heer zuversichtlich, eine Genehmigung für dieses privilegierte Verfahren zu erhalten. Denn es gehe hier um die Sicherung eines wichtigen Rohstoffs für das südliche Ostallgäu. Zumal man nicht immer auf den Kies im Forggensee hoffen könne: Zuletzt hatte der Wasserstand einen Abbau trotz Teilabstaus des Sees nicht zugelassen.