Freizeit für die Kleinen

Tag 4 des AZ-Ferienprogramms: Wo Dosen-Igel in Erdhöhlen und auf Thermoskannen sitzen

FAZ Walderlebniszentrum

An einem kleinen Wasserlauf ließen die Kinder ihre selbst gebastelten Boote und Floße um die Wette fahren.

Bild: Alexandra Decker

An einem kleinen Wasserlauf ließen die Kinder ihre selbst gebastelten Boote und Floße um die Wette fahren.

Bild: Alexandra Decker

Sieben Kinder lernen im Walderlebniszentrum manches über die Natur und basteln aus alten Dingen Neues. Wie man einen Igel warm hält.
09.08.2021 | Stand: 16:16 Uhr

Eine kleine Plastikdose mit heißem Tee drin war der Igel. Für ihn sollten die Ferienprogrammkinder gestern im Walderlebniszentrum (WEZ) in Füssen aus allem, was sie in der Natur fanden, einen Unterschlupf bauen. Einige errichteten kleine Tipis aus Stöcken und Blättern. Der elfjährige Viktor aus Berlin grub eine Erdhöhle, nachdem sein Plan, ein Feuer für den Igel zu machen, fehlschlug. Angelina (9 Jahre aus Schwangau) schichtete einen Blätterhaufen auf und baute einen Gartenzaun drumherum.

Wie hält man einen Igel warm?

Mit einer Temperatur von 76,6 Grad kamen die Dosen-Igel in ihre Unterschlupfe. Nach etwa einer dreiviertel Stunde hielt Nicola Lechner, Naturführerin beim WEZ, das Thermometer erneut in den Tee in der Dose. Angelinas Igel war mit 24,2 Grad noch am wärmsten. Sie gewann damit eine Freikarte für eine Fahrt mit der Sommerrodelbahn am Tegelberg und die Kinder eine Erkenntnis: Am besten wird die Wärme unter Blättern gespeichert, wie der Igel sie auch von Natur aus als Winter-Unterschlupf wählt – oder wenn man ihn auf eine Thermoskanne stellt.

Darauf nämlich stand Lechners Dosen-Igel, eigentlich um zu zeigen, wie das Tier ohne Unterschlupf auskühlt. Der Vergleich aber schlug fehl. Der Thermoskannen-Igel war mit noch 24,8 Grad der wärmste. Die Kinder fanden es amüsant. (Lesen Sie auch: Mit Pfeil und Bogen - Ferien mit der AZ)

Während die Dosen-Igel abkühlten, hatten sie Floße gebastelt, die sie auf einem kleinen Wasserlauf am Auwald-Pfad um die Wette fahren ließen. Dabei hatte das Boot von Miriam (10 Jahre aus Hopferau) die Nase vorn und brachte ihr eine Freikarte für die Tegelbergbahn ein. Sie und ihre Freundinnen Elena (9 Jahre aus Hopferau) und die beiden zehnjährigen Eisenbergerinnen Anna und Veronika kannten das Walderlebniszentrum bereits von einem Besuch mit ihrer Schulklasse.

„Der hat mit so gut gefallen, dass ich jetzt wieder herkommen wollte“, sagt Anna. „Ich finde es gut, dass man hier immer so etwas Tolles macht“, ergänzt Elena.

Upcycling kommt gut bei Kindern an

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Darunter fiel für die Beiden auch das Upcycling alter Tetrapaks und T-Shirts. Daraus wurden Vogelhäuschen, Geldbeutel und Taschen gebastelt. „Ich finde es gut, wenn man aus alten Sachen wieder etwas Neues macht“, sagt Anna und erzählt von einem Bekannten, der einen alten Gartenzaun als Dekoration für sein Zimmer verwendet hat. „Das sieht total cool aus“, berichtet die Zehnjährige. „Wenn man etwas wiederverwendet, ist das besser für die Umwelt“, ergänzt Miriam.

So geht es im Ferienprogramm weiter: