Schwangau

Tourismus in Schwangau: „China spielt aktuell keine Rolle“

Touristen aus China kommen aufgrund der Corona-Pandemie nach wie vor kaum nach Schwangau. Gäste aus dem Ausland kommen aus der Schweiz oder der Niederlande. Der Tourismus in Schwangau wird wieder stärker.

Touristen aus China kommen aufgrund der Corona-Pandemie nach wie vor kaum nach Schwangau. Gäste aus dem Ausland kommen aus der Schweiz oder der Niederlande. Der Tourismus in Schwangau wird wieder stärker.

Bild: Ralf Lienert (Archivbild)

Touristen aus China kommen aufgrund der Corona-Pandemie nach wie vor kaum nach Schwangau. Gäste aus dem Ausland kommen aus der Schweiz oder der Niederlande. Der Tourismus in Schwangau wird wieder stärker.

Bild: Ralf Lienert (Archivbild)

Der Schwangauer Tourismus-Chef gibt Einblicke in die aktuelle Gästestatistik und in zukünftige Projekte. Für 2026 steht eine größere Prüfung an.
30.11.2022 | Stand: 15:00 Uhr

Wie geht es mit dem Tourismus in Schwangau weiter? Zu vielen Themen gab Schwangaus Tourismus-Chef Florian Hoffrohne während der Sitzung des Tourismus- und Umweltausschusses Einblicke. Es ging dabei um eine erste Jahresbilanz, um das Prädikat „Heilklimatischer Kurort“ und um ein Projekt, bei dem Gastgeber Angebote in der Heimat entdecken sollen.

  • Statistik: Die Anzahl der Ankünfte ist noch nicht auf dem Niveau von 2019, dafür hat die Anzahl der Übernachtungen wieder zugenommen. Von Januar bis September wurden über 180.000 Ankünfte registriert (das bisherige Spitzenjahr 2019: 204.000). Die Anzahl der Übernachtungen hat sich erholt, was besonders Touristiker freut. 2019 waren es 706.000, heuer wurden über 700.000 registriert. Die Gäste bleiben also länger vor Ort. Nach wie vor fehlen Touristen aus Asien: „China spielt aktuell keine Rolle“, sagte Hoffrohne. Die Topländer seien die Schweiz oder die Niederlande. Zukünftig sollen diese Zahlen aufbereitet und den Gastgebern zur Verfügung gestellt werden. „Damit die Gastgeber wissen, woher unsere Gäste kommen“, so der Tourismus-Chef.

Schwangau will weiterhin Heilklimatischer Kurort bleiben

  • Heilklimatischer Kurort: Im Jahr 2026 erfolgt für die Gemeinde eine erneute Prüfung für das Prädikat „Heilklimatischer Kurort“. Seit 1985 hat Schwangau das Prädikat. Ein Fachausschuss entscheidet nach bestimmten Kriterien über die Vergabe. Die Liste dafür ist lang und auch eine Überprüfung der Luftqualität erforderlich. Die Luftqualität wird in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Wetterdienst gemessen, teilte Hoffrohne mit. Dafür wird es mehrere Stationen geben. Man werde sich gut auf die Prüfung vorbereiten. Einstimmig beschloss der Ausschuss, Maßnahmen einzuleiten.
  • Gästeehrung: Die Ehrung von Stammgästen ist herausfordernder geworden. Das hänge mit dem strengeren Datenschutz zusammen. Die Tourist Information sei darauf angewiesen, dass Gastgeber oder Gäste auf sie zukommen. Hoffrohne und sein Team haben die Geschenke für Gäste angepasst. Anstatt etwas „zum Hinstellen“ für daheim, gibt es Brauchbares vor Ort. Wer etwa zum 60. Mal in Schwangau ankommt, bekommt einen Gutschein für die Kristalltherme, wer 110 Mal in die Gemeinde kommt, darf sich über ein Essen mit Bürgermeister und Tourismus-Chef freuen. Gastgeber sollen auch ein Geschenk bekommen. „Wenn jemand zum 80. Mal hierherkommt, ist das ja ein Verdienst des Gastgebers“, sagte Hoffrohne. Ausschussmitglied Peter Helmer wollte wissen, ob man die Aufenthalte überprüfen könne. Laut Hoffrohne ist klar, dass man sich auf die Angaben von Gastgebern und Gästen verlassen muss. Das sei aber kein Problem. Ziel sei es schließlich, Gästen ein gutes Gefühl zu geben. Bürgermeister Stefan Rinke sagte, dass die Ehrungen mit Augenmaß gemacht werden.

Ausflugsziele in der Region: Gastgeber und Hoteliers sollen diese kennenlernen

  • Ausflugsziele: Zukünftig soll es für Gastgeber die Möglichkeit geben, Ausflugsziele in der Region kennenzulernen. An verschiedenen Terminen sollen sie Einblicke bekommen. Hoffrohne erläutert anhand eines Beispiels, warum er das für wichtig hält: „Ich sollte die historische Stadtführung in Füssen mal mitgemacht haben, damit ich dem Gast etwas dazu erzählen kann.“
  • Regionalmarke: Es kommt Bewegung in die angedachte Regionalmarke in Schwangau. Man will nun den ersten Schritt machen, sagte Hoffrohne. Im ersten Anlauf liegt der Fokus auf Wildfleisch, da in diesem Bereich Strukturen vorhanden seien. „Das Projekt gehen wir in kleinen Abschnitten an.“
  • Gästekarte: Die Karte gibt es bisher nur in gedruckter Form. Das soll sich in Zukunft ändern, dann soll auch eine digitale Gästekarte erhältlich sein.

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