Schule und Corona

Trotz Corona: Präsenzunterricht „mit aller Macht“ an Schulen in Seeg und Eisenberg

Die Hygienevorschriften einhalten und trotz Corona-Pandemie weiterhin Unterricht in der Schule ermöglichen – dieses Ziel verfolgen die Verantwortlichen in Seeg, Lengenwang und Eisenberg.

Die Hygienevorschriften einhalten und trotz Corona-Pandemie weiterhin Unterricht in der Schule ermöglichen – dieses Ziel verfolgen die Verantwortlichen in Seeg, Lengenwang und Eisenberg.

Bild: Benedikt Siegert (Symbolfoto)

Die Hygienevorschriften einhalten und trotz Corona-Pandemie weiterhin Unterricht in der Schule ermöglichen – dieses Ziel verfolgen die Verantwortlichen in Seeg, Lengenwang und Eisenberg.

Bild: Benedikt Siegert (Symbolfoto)

Wie Schulen in Seeg und Eisenberg vermeiden wollen, dass Schüler aufgrund der verschärften Hygieneauflagen nur noch von zuhause aus lernen können.
20.10.2020 | Stand: 06:30 Uhr

Die Corona-Ampel steht nun auch im Ostallgäu auf Rot. Trotzdem wollen Seegs Schulleiter Stefan Galonska und der ehemalige Pädagoge und jetzige Bürgermeister Markus Berktold den Schülern weiterhin Unterricht im Klassenzimmer ermöglichen. Dafür galt es gestern, allerhand zu organisieren – und 160 Tische zu schleppen, um die Klassen in größeren Räumen unterzubringen. Auch die Lengenwanger Schule – sie wird von Seeg aus geführt – sowie Eisenberg-Hopferau werden ähnlich handeln. In der Füssener Grund- und Mittelschule hingegen werden Klassen in Gruppen aufgeteilt und kommen im Wechsel an verschiedenen Tagen.

Homeschooling wegen der Corona-Pandemie wollen Galonska als auch Bürgermeister Berktold unbedingt vermeiden. Galonska bekräftigt: „Wir wollen diesen stundenplanmäßigen Unterricht, wir wollen das mit aller Macht!“ Bei Hausmeister Werner Lenk stieß das zunächst nicht auf überschwängliche Begeisterung. Muss er doch 160 Tische und die zugehörigen Stühle umstellen, teils aus dem Obergeschoss in die Turnhalle schleppen – und nebenbei tausend weitere Fragen lösen. Es helfen ihm allerdings die Mitarbeiter des Bauhofes und etliche Eltern. Damit dies organisiert werden kann, trafen sich gestern Früh viele Verantwortliche: Neben Bürgermeister, Schulleiter und Hausmeister waren es Lehrer, Schulsekretärin, Bauhofmitarbeiter, Beschäftigte fürs Mittagessen und die Vize-Vorsitzende des Elternbeirats. Sie bot jegliche Hilfe der Eltern an. An alle Beteiligten richtete der Rathauschef seinen großen Dank für das flexible Mitwirken. Allerdings habe sich die Schule in weiser Voraussicht schon auf diese Krisensituation vorbereitet. Sogar Informationen über das Coronavirus gab die Vize-Vorsitzende des Elternbeirats in den Klassenzimmern schon. (Lesen Sie auch: Corona: Zahl der Infektionen im Allgäu steigt sprunghaft an)

Auf viele Räume verteilt in Seeg

So werden die acht Grundschulklassen in verschiedensten Räumen untergebracht – zum Beispiel in der Turnhalle, im Handarbeits- sowie Werkraum. Reicht das nicht aus, haben Kommune und Vereine angeboten, ihre Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen. Vorerst kann aber sogar die Mittagsbetreuung im Schulgebäude stattfinden, auch wenn sie vielleicht in verschiedenen Zimmern erfolgen muss. Dem Konzept stimmte gestern Vormittag Schulamtsdirektorin Karin Weikmann zu.

Ähnlich wird auch Hans Berktold, der Leiter der Von-Freyberg-Grundschule im Eisenberger Ortsteil Speiden, handeln. Hier wird Hausmeister Erich Dopfer es seinem Seeger Kollegen nachtun, allerdings muss er nur drei Klassen verteilen.

Eine Möglichkeit, auf die Maskenpflicht bei ausreichendem Abstand im Unterricht zu verzichten, gibt es aber nach Angaben von Pressesprecher Thomas Brandl vom Landratsamt nicht: Hier sehe die bayerische Infektionsschutzverordnung keinen Entscheidungsspielraum vor.

Warme Kleidung anziehen, denn es muss viel gelüftet werden

Ein Tipp wird besonders wichtig werden: Warme Kleidung anziehen! Denn trotz derzeit goldenem Oktober ist es recht kühl – gerade, wenn häufig gelüftet werden muss.

(Lesen Sie auch: Corona-Ampel: Diese Regeln gelten jetzt im Allgäu.)