Ukraine-Krieg

180 Geflüchtete sollen in Marktoberdorfer und Füssener Turnhallen untergebracht werden

180 Flüchtlinge aus dem Kriegsgebiet in der Ukraine sollen im Ostallgäu untergebracht werden.

180 Flüchtlinge aus dem Kriegsgebiet in der Ukraine sollen im Ostallgäu untergebracht werden.

Bild: Henning Kaiser (Archivfoto)

180 Flüchtlinge aus dem Kriegsgebiet in der Ukraine sollen im Ostallgäu untergebracht werden.

Bild: Henning Kaiser (Archivfoto)

Die Erstaufnahme der Ukraine-Flüchtlinge soll über Turnhallen gesichert werden. Das Landratsamt Ostallgäu sucht dringend nach Wohnraum für die Menschen.
24.01.2023 | Stand: 10:42 Uhr

Das Ostallgäu bekommt weitere 180 Geflüchtete aus der Ukraine zugewiesen. Landrätin Maria Rita Zinnecker appelliert an die Kommunen sowie an die Bürger, dem Landratsamt Wohnraum zu melden, der zur Verfügung gestellt werden kann. Vorübergehend plant die Behörde, die geflüchteten Menschen in Turnhallen in Füssen und Marktoberdorf unterzubringen.

Ostallgäu: Vier Busse mit 180 Geflüchteten sollen kommen

„Die Erstaufnahme können wir in Turnhallen sichern. Eine Weitervermittlung ist aber nur möglich, wenn dafür Wohnraum gefunden werden kann“, teilt Zinnecker mit. Die Regierung von Schwaben weist die Geflüchteten dem Ostallgäu zu, heißt es in einer Mitteilung des Landratsamtes. Dabei soll es sich um vier Busse mit insgesamt 180 Flüchtlingen handeln. Die Flüchtlinge sollen in den kommenden Wochen aufgenommen werden.

(Lesen Sie hier, warum kein Flüchtlingsheim nach Nesselwang kommt.)

Die Kapazitäten des Landratsamtes seien „nahezu vollständig belegt“. Der Grund: Auch die Zuteilung von anderen Geflüchteten habe wieder zugenommen. „Wir können es nicht vermeiden, in dieser Lage vorübergehend wieder Turnhallen zu belegen, bis die Menschen aus der Ukraine in andere Unterkünfte verlegt werden können“, erklärt Landrätin Zinnecker. Um die Geflüchteten nach ihrer Ankunft unterbringen zu können, hat das Landratsamt gemeinsam mit dem Bayerischen Roten Kreuz begonnen, die Erstaufnahme in Turnhallen vorzubereiten. Vorübergehend sollen Geflüchtete auch in Füssen untergebracht werden. Um welche Halle es sich handelt, war bis Redaktionsschluss nicht bekannt.

Landratsamt Ostallgäu sucht Wohnraum für Flüchtlinge

Das Landratsamt sucht laut Zinnecker Wohnungen, die abgeschlossen sind und zu vernünftigen Konditionen angemietet werden können. Basis der Unterbringung sei ein geordnetes Mietverhältnis. Zinnecker: „Die vergangenen elf Monate haben gezeigt, dass es nicht um ein kurzfristiges Engagement geht, solange sich kein Ende des Krieges in der Ukraine abzeichnet.“ Wohnraum kann dem Landratsamt gemeldet werden an die E-Mail-Adresse ukraine@lra-oal.bayern.de beziehungsweise über die Telefonnummern 08342/911-692 oder 08342/ 911-928. Im Ostallgäu wurden bereits 1831 Geflüchtete aufgenommen. Bei der bayernweiten Verteilung liegt Schwaben aktuell hinter den anderen bayerischen Regierungsbezirken zurück.