Deutscher Alpenverein Füssen

"Uns steht's bis hier": DAV hofft auf normalen Hüttenbetrieb

Die vergangene Saison machte es dem DAV Füssen nicht leicht - geschlossene Kletterhalle, Corona-Regeln auf den Hütten und geplatzte Tourenplanungen.

Die vergangene Saison machte es dem DAV Füssen nicht leicht - geschlossene Kletterhalle, Corona-Regeln auf den Hütten und geplatzte Tourenplanungen.

Bild: Lino Mirgeler, dpa

Die vergangene Saison machte es dem DAV Füssen nicht leicht - geschlossene Kletterhalle, Corona-Regeln auf den Hütten und geplatzte Tourenplanungen.

Bild: Lino Mirgeler, dpa

Bergfreunde treffen sich zur Jahresversammlung und blicken dabei auf ein anstrengendes Jahr zurück. Nicht nur die Kletterhalle war von Schließungen betroffen.
29.09.2021 | Stand: 15:00 Uhr

Corona, Corona, Corona: Auch bei der jüngsten Jahresversammlung der Füssener Sektion des Deutschen Alpenvereins (DAV) im Haus der Gebirgsjäger stand die Pandemie zum großen Teil im Mittelpunkt mehrerer Berichte von Verantwortlichen des mit 4.293 Angehörigen mitgliederstärksten Vereins. Vielem von dem, was sich die Sektion in den vergangenen anderthalb Jahren vorgenommen habe, „hat Corona einen Strich durch die Rechnung gemacht“, teilte Vorsitzender Dr. Peter Sandler den etwa 35 Versammlungsbesuchern mit.

Das Jahresergebnis des DAV Füssen weist ein dickes Minus von fast 31.000 Euro auf, wie die neue Schatzmeisterin Monika Günter erklärte. Dafür kann die aus dem Rheinland stammende Schatzmeisterin, die dieses Amt bis zu dieser Versammlung kommissarisch geführt hatte, allerdings nichts.

Fritz-Putz-Hütte und Sepp-Sollner-Hütte von Schließung betroffen

War beispielsweise neben den vereinseigenen Fritz-Putz- und Sepp-Sollner-Hütten doch auch die inzwischen in Eigenregie der Füssener Sektion betriebene Kletterhalle in Rieden am Forggensee lange Zeit geschlossen. Für die Füssener Sektion bedeutete dies einige Umsatzeinbußen.

Sowohl in Bezug auf die Kletterhalle als auch die Hütten hoffe man aber „jetzt natürlich bald auf normalen Betrieb“, sagte Sandler. Dann könne man auch der Hauptaufgabe des Vereins wieder besser nachgehen, die laut dem zweiten Vorsitzenden Pit Rohwedder darin bestehe, „die Mitglieder in bergsteigerischer Kompetenz und im Naturschutz zu schulen.“ Hüttenreferentin Angelika Arnold bezeichnete das Jahr 2020 als „anstrengend“ und kommentierte: „Uns steht´s bis hierher.“ (Lesen Sie auch: Berghütten im Allgäu: Tipps zu Wanderung, Übernachtung, Geschichte)

Der aus seinem Amt als Ausbildungsleiter scheidende Uwe Koßmeier (links) erhielt ein Geschenk von Dr. Peter Sandler.
Der aus seinem Amt als Ausbildungsleiter scheidende Uwe Koßmeier (links) erhielt ein Geschenk von Dr. Peter Sandler.
Bild: ALEXANDER BERNDT

Obwohl die Kletterhalle in Rieden seit August vergangenen Jahres „fast acht Monate lang geschlossen“ gewesen sei, bedachte der Leiter der Halle, Stefan Guggemos, die diesbezügliche Gesamtsituation mit den Worten „ganz schlecht war es nicht“. Man habe sich dem Bau einer neuen Außenterrasse widmen können und auch das Dachfenster ausgebaut, erklärte Guggemos.

Tourenplanung über den Haufen geworfen

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Die aus ihrem Amt scheidende Jugendreferentin Viola Guggemos konnte nur relativ wenige Aktivitäten der unterschiedlichen Kinder- und Jugendgruppen des Vereins Revue passieren lassen.

„Unsere Planungen ziemlich über den Haufen geworfen“ habe die Pandemie auch, was das Tourenprogramm der Füssener Sektion anging, über das Tourenleiter Wolfgang Mayr Bericht erstattete.

Trotz Corona habe man im vergangenen Jahr „zehn Arbeitseinsätze“ und heuer „bis jetzt auch zehn“ absolviert, unterstrich Wegebaureferent Peter Ziegler, dass die Pandemie die Aktivitäten der Sektion nicht gänzlich ausgebremst hat. Mit seiner Empfehlung, „nicht alles auf dem Altar des Tourismus“ zu opfern, sprach er dabei wohl auch Naturschutzreferent Peter Nasemann das Wort. Hatte dieser zuvor doch schon auf das Problem „immer größer“ werdender „Menschenmassen, die ins Gebirge gehen“ hingewiesen und dem Verein geraten, sich damit auseinander zu setzen.

In Zukunft wohl auch Themen für die an diesem Abend vollzogenen Nachwahlen: Monika Günter wurde zur offiziellen Schatzmeisterin gekürt. Zur Familienreferentin gewählt wurde Viola Guggemos. Uwe Koßmeier löst im Amt des Ausbildungsreferenten Alexander Dornhofer ab und Michael Weisenbach wurde zum Rechnungsprüfer ernannt.

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