Baugebiet in Pfronten

Verkehr im neuen Baugebiet in Pfronten sorgt für Diskussion

In Pfronten soll ein neues Baugebiet mit etwa 25 Wohneinheiten entstehen. Im Gemeinderat wird diskutiert, wie der Verkehr geführt werden soll.

In Pfronten soll ein neues Baugebiet mit etwa 25 Wohneinheiten entstehen. Im Gemeinderat wird diskutiert, wie der Verkehr geführt werden soll.

Bild: Alexander Kaya (Symbol)

In Pfronten soll ein neues Baugebiet mit etwa 25 Wohneinheiten entstehen. Im Gemeinderat wird diskutiert, wie der Verkehr geführt werden soll.

Bild: Alexander Kaya (Symbol)

Straßenführung im Pfrontener Buchbrunnenweg ist noch unklar. Der Gemeinderat debattiert über die verschiedenen Varianten. Was sich die Räte wünschen.
28.09.2020 | Stand: 18:15 Uhr

Wie die Verkehrsführung im neuen Baugebiet „Buchbrunnenweg“ in Pfronten-Ried aussehen soll, darüber hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung ausgiebig diskutiert. Am Ende entschied der Rat bei vier Gegenstimmen, den Entwurf zu billigen und ihn öffentlich auszulegen.

Vorausgegangen war eine Untersuchung, wie viele Autos pro Tag im Buchbrunnenweg zu erwarten sind. Dazu hat man den Verkehr an der Kreuzung Gartenweg/Angerbach/Dr.-Hiller-Straße beobachtet. Das hat ergeben, dass mit einem Aufkommen von mehr als 40 Prozent zu rechnen sei. Insgesamt seien in dem Neubaugebiet, in dem etwa 25 Einheiten entstehen sollen, etwa 200 Fahrten am Tag zu erwarten. Das sei verkehrstechnisch in Ordnung.

Verkehr in Pfrontener Baugebiet soll entzerrt werden

Die Gemeinderäte zeigten sich damit aber nicht zufrieden. Reiner Augsten (Unserpfronten) wünschte sich, den Verkehr mehr zu entzerren. Er brachte die Möglichkeit einer Einbahnstraßenregelung ins Spiel. Biba Sauer (Pfrontner Liste) schlug vor, erneut über die Anbindung des Buchbrunnenwegs an die Peter-Heel-Straße nachzudenken. Denn für die Anlieger in den Zubringerstraßen wäre das Verkehrsaufkommen, das im Neubaugebiet zu erwarten sei, in seinen Augen nicht zumutbar. Dem stimmten andere Ratsmitglieder zu. Eine solche Anbindung sei laut Ingenieur Constantin Vogg aber nicht so einfach machbar. Denn eine mögliche Straße, die das Neubaugebiet mit der Peter-Heel-Straße verbinden würde, würde durch ein Biotop führen, erklärte er den Räten. Und das sei nicht zulässig, hatte das Landratsamt bereits entschieden. Dennoch sollte eine solche Straßenführung erneut geprüft werden, waren sich die Gemeinderäte einig.

Ist die Bebauung im neuen Pfrontener Baugebiet zu dicht?

Dr. Alois Kling (CSU) hatte noch einen anderen Einwand. Er mahnte an, dass die geplante Bebauung aus seiner Sicht zu eng sei: „Die Verbesserungen reichen mir noch nicht aus.“ Dem stimmt auch Christian März (Pfrontner Liste) zu. Peter John (SPD) fragte nach, ob in dem Baugebiet auch ein Spielplatz geplant ist. Bürgermeister Alfons Haf (Pfrontner Liste) sagte, dass der Zirkusspielplatz nur etwa 100 Meter entfernt sei. Ähnlich wie beim Planetenspielplatz könnte man darüber nachdenken, den mit neuen Geräten auszustatten. Ein extra Spielplatz für den Buchbrunnenweg sei deshalb nicht vorgesehen, sagte der Bürgermeister.

Schließlich stand die Frage im Raum, ob der Entwurf nun gebilligt werden soll oder zunächst die Verkehrsfrage erneut erörtert wird. Für Julia Mautz (Pfrontner Liste) stand fest: „Wir sollten jetzt loslegen, das ist auch ein gutes Zeichen für Familien, dass wir ein Baugebiet auf den Weg bringen.“ Die Frage, ob der Verkehr weiter entzerrt wird, könne unabhängig davon geklärt werden. Dem stimmte der Gemeinderat dann zu.