Tag 6 des AZ-Ferienprogramms

Viel Spaß an steiler Felswand mit der Bergwacht

FAZ Klettern

An steiler Felswand kletterten die Kinder hoch. Sylvester aus Füssen lässt sich hier gerade abseilen.

Bild: Marina Kraut

An steiler Felswand kletterten die Kinder hoch. Sylvester aus Füssen lässt sich hier gerade abseilen.

Bild: Marina Kraut

Wie sieht ein Bergwacht-Fahrzeug von innen aus und welcher Knoten sichert am Fels? Fragen, die die Bergwacht Füssen den Kindern beim Ferienprogramm erklärte.
09.08.2021 | Stand: 18:00 Uhr

Eidotter, Rauten, Aussehen. Drei Begriffe, die so gar nicht zusammenpassen, dafür aber Leben retten können. Denn diese drei Wörter stehen für genauen Koordinaten und können in einer Notsituation per App an Rettungskräfte wie die Bergwacht gesendet werden. „Das hilft uns, jemandem im Gelände zu finden“, erklärt Xaver Hengge von der Bergwacht Füssen gestern beim Ferienprogramm der Allgäuer Zeitung den Kindern. Insgesamt acht Teilnehmer verbrachten ihren gestrigen Vormittag mit der Bergwacht. Zunächst in der Bergwachtstation am Krankenhaus. Später am Fels beim Klettern.

Was macht eigentlich die Bergwacht?

„Wisst ihr denn, was die Bergwacht macht?“ Wer die Eingangsfrage von Hengge und seinem Kollegen Jörg Häusler nicht gleich beantworten konnte, wusste es spätestens nach ein paar Minuten. Denn die Bergwachtler führten die Kinder durch Schulungsräume, Materiallager und Funkbüro. Dabei erhielten sie einen Einblick, wie schwer eine Rettungsausrüstung sein kann.

Hengge erklärte zudem, dass die Einsätze so gar nicht wie in Fernsehserien verlaufen. „Im Fernsehen fliegt immer gleich der Hubschrauber. Das versuchen wir zu vermeiden.“ Von 100 Einsätzen seien nur zwölf mit Hubschrauber. Die anderen 88 alle zu Fuß oder mit dem Bergwacht-Einsatzwagen. (Lesen Sie auch: Pfrontener Grunschüler liest über 400 Bücher und bricht Rekord.)

Die Kinder wurden von Helferinnen der Bergwachtjugend gesichert.
Die Kinder wurden von Helferinnen der Bergwachtjugend gesichert.
Bild: Marina Kraut

Und der war für die Kinder besonders spannend. Jedes durfte sich ans Steuer sitzen, dabei war das Blaulicht eingeschaltet. Auch das Quad wurde von den Kindern neugierig beäugt. Mit Ketten um die Reifen sei das aber hauptsächlich für den Winter, erklärt Hengge. Ein kleiner Höhepunkt kam dann aus nächster Nähe angeflogen: Der Hubschrauber RK-2 landete direkt neben der Bergwacht-Station. Und weil sich die Gelegenheit bot, durften die Kinder auch einen Blick in die Maschine werfen.

Sicherheit am Fels durch Seil und Technik

Wer sich sicher am Fels bewegen will, der braucht ein Seil. Und noch wichtiger sind dabei die richtigen Knoten. Deshalb übten die Kinder an Probeseilen verschiedene Techniken. Gut vorbereitet ging es dann mit dem Bergwacht-Bus nach Ziegelwies. Dort warteten bereits einige Helferinnen mit Helm und Seil auf die kleinen Kletterer.

Wie ein Rettungshubschrauber von innen aussieht konnten die Kinder auch noch lernen.
Wie ein Rettungshubschrauber von innen aussieht konnten die Kinder auch noch lernen.
Bild: Marina Kraut

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Dem ein oder anderen wurde es dann doch ein bisschen bang, beim Anblick der steilen Felswand. „Am Anfang hatte ich schon ein bisschen Angst“, sagt Maya aus Füssen. Die Zehnjährige kletterte aber tapfer die Wand hoch. Zuerst zaghaft, dann immer flinker. Eine Herausforderung war für einige Kinder auch das Abseilen. Wieder sicheren Boden unter den Füßen, zog Sylvester (10) aus Füssen das Fazit: „Das Klettern war am Besten.“

Und so geht es weiter in unsererm Ferienprogramm:

  • Eine Fahrt mit dem Polizeiboot auf dem Forggensee: 10. August
  • Besuch im Seeger Heimatmuseum - wie war früher Unterricht? 11.August