Tierische Entdeckung

Vogelkundler aus Füssen entdeckt Tauchkünstler aus der Tundra am Urspringer Lechsee

Eisente weiblich

Einer Eisente auf einer älteren Aufnahme von Richard Wismath. Jetzt hat der Füssener Vogelkundler diese Art erstmals auf einem Gewässer in unserer Region gesichtet.

Bild: Richard Wismath

Einer Eisente auf einer älteren Aufnahme von Richard Wismath. Jetzt hat der Füssener Vogelkundler diese Art erstmals auf einem Gewässer in unserer Region gesichtet.

Bild: Richard Wismath

Aus Sicht des Vogelkundlers Richard Wismath ist es eine seltene Entdeckung: Er hat Eisenten gesichtet. Was diese Entenart so besonders macht.
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Von Richard Wismath
07.01.2022 | Stand: 15:00 Uhr

Eisenten gehören zu den nordischen Entenarten, die nur in geringer Zahl in Mitteleuropa als Wintergast auftauchen. Am Urspinger Speichersee, an dem sich gegenwärtig über 1000 Wasservögel aller Arten aufhalten, befindet sich auch ein Eisenten-Weibchen im Prachtkleid, teilt der Füssener Vogelkundler Richard Wismath mit.

Eine ausgesprochen seltene Erscheinung im Füssener Raum

Er habe diese Art erstmals an Gewässern der Region beobachten können: „So zählt sie für mich zu einer ausgesprochen seltenen Erscheinung im südlichsten Teil Deutschlands.“

Lebensraum erstreckt sich vom Packeisgürtel bis in die Tundra

Der Lebensraum der Eisente erstreckt sich vom Packeisgürtel bis in den hohen Norden der Tundra. In Europa liegen ihre Brutplätze auf Island, Spitzbergen und Nord-Skandinavien. Den Winter hindurch verbringt die Mehrheit der Eisenten auf dem Meer. Aber auch an Seen und Flüssen mit reichhaltigem Nahrungsangebot. Die Eisente ist mit 55 Zentimetern die kleinste Tauchente. Bemerkenswert ist dabei, dass diese Enten minutenlang unter Wasser bleiben und mehr als 50 Meter tief tauchen können.

(Lesen Sie hier, warum Vogelhäuser zur tödlichen Falle werden können.)