Natur

Walderlebniszentrum Füssen begrüßt bald millionsten Besucher

Der Baumkronenweg gehört zu den Attraktionen im Walderlebniszentrum Füssen-Ziegelwies

Der Baumkronenweg gehört zu den Attraktionen im Walderlebniszentrum Füssen-Ziegelwies

Bild: Benedikt Siegert

Der Baumkronenweg gehört zu den Attraktionen im Walderlebniszentrum Füssen-Ziegelwies

Bild: Benedikt Siegert

Begeisterung für den Wald wecken soll eine neue Ausstellung im Walderlebniszentrum Füssen. Geschäftsführerin Carolin Klughammer blickt zurück auf die Anfänge.
04.10.2021 | Stand: 06:03 Uhr

Eine Million Besucher im Walderlebniszentrum (WEZ) Füssen: Schon bald könnte diese Marke geknackt werden, wie Geschäftsführerin Carolin Klughammer unserer Redaktion am Rande der Feier zur Eröffnung der Schau „Mein Wald“ erfreut äußerte. Ein glückliches Händchen hatte das verantwortliche Team, das Besucher zu Wanderausstellungen ins WEZ Füssen-Ziegelwies einlud, in den vergangenen Jahren. Klughammer schätzt, dass im Jahr – inklusive der Gäste auf dem Baumkronenweg – 180 000 Personen in der Tiroler Straße 10 zuletzt ein- und ausgegangen sind.

Bald könnte die Marke von einer Million Besuchern im Walderlebniszentrum (WEZ) Füssen erreicht sein

Die Gesamtzahl von einer Million Besucher im WEZ könnte laut Klughammer bald erreicht sein. Solcher Optimismus ist nahe liegend, denn es handelt sich um eine Dauerausstellung im WEZ, die viel Prominenz am ersten Tag in die helle Räumlichkeit zog und ohne Zweifel das Zeug zum Besuchermagneten hat. Die 250 000 Euro aus der Kasse des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sind dabei sehr gut angelegt. Rudi Mautner von der Agentur Weissraum Media aus Grafenau im Bayerischen Wald, der sich im Wettbewerb durchgesetzt hatte, wollte vor der großen Publikumsschar im Foyer keine Ausführungen zu seinem Konzept machen: die Ausstellung solle, wie der Grafik-Designer unterstrich, für sich selbst sprechen.

Das gibt es in der neuen Ausstellung im Walderlebniszentrum Füssen zu sehen

Die Besucher werden in der Tat direkt von den oft alle Sinne weckenden Exponaten angesprochen. Hier geht es stark gegliedert um Themen wie „Inneres Walderleben“ und „Tiere als Baumeister“. Das Zentrum der Schau ist ein imposanter Baum, der an seinen Ästen die Kapitel der Ausstellung präsentiert. „Wir wollten nicht in die Tiefe gehen“, sagt Mautner. Mit den Verantwortlichen im Trägerverein war er sich darüber einig: Der Schwerpunkt sollte darauf ausgelegt sein, Begeisterung für den Wald zu wecken und zu fördern.

Viele Schulen intergrieren die Ausstellungen im Walderlebniszentrum in den Unterricht

Lehrer beispielsweise könnten dank der erfolgten Impulse ein für ihr Fach passendes Thema aus der Schau im Unterricht aufgreifen und mit den Schülern, die die Schau erlebt hatten, näher beleuchten. Was die Ausstellung nicht will: eine heile Welt zeigen. Das beginnt mit dem Foto, das Waldarbeiter – noch ohne moderne Technik – zeigt, die daher Gefahren ausgesetzt sind. Das reicht bis hin zum Schaubild, dessen Text lautet: „Der Bergwald beschützt uns vor Gefahren wie Lawinen, Muren und Steinschlag.“ Solche Aspekte wurden in den Reden aufgegriffen. Hervorgehoben und auch am Eingang zur Waldschau schriftlich festgehalten, wurde von Harald Husel aus dem Trägerverein sowie in der kurzen Ansprache von Franz Paulus aus dem Ministerium das persönliche Engagement der Landtagsabgeordneten Angelika Schorer (CSU). Eine schöne Idee der Initiatoren war außerdem, ein Naturgemälde des Füssener Künstlers Jürgen Klatt auszustellen und kleine Tiergedichte aus der Feder des Allgäuer Dichters Josef Guggenmos zu dokumentieren.

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