Natur im Allgäu

Warum in Füssen ein Schwarzstorch auf einem Bein steht

Schwarzstorch

Oft ist laut Vogelexperten Richard Wismath zu beobachten, wie Schwarzstörche auf einem Bein stehen. Das hat einen Grund.

Bild: Richard Wismath

Oft ist laut Vogelexperten Richard Wismath zu beobachten, wie Schwarzstörche auf einem Bein stehen. Das hat einen Grund.

Bild: Richard Wismath

Der Schwarzstorch und seine Technik, Wärmeverlust zu vermeiden. Das verregnete Wetter war gut für die Vögel - aus diesem Grund.
13.08.2021 | Stand: 12:00 Uhr

Bereits vor etwa 14 Tagen haben alle jungen Schwarzstörche im Ostallgäu ihr umfangreiches Nest verlassen. Vorerst wurden sie noch von den Eltern auf waldnahen Wiesen mit Nahrung versorgt. Jetzt aber ist für sie der Ernst des Lebens eingetreten und sie müssen ihre Nahrung selber finden, schreibt der Vogelexperte Richard Wismath zu seinen Beobachtungen. Da helfe auch kein Betteln bei den Eltern. Für den bevorstehenden langen Flug in den Süden Afrikas zu ihrem Winterquartier bedarf es jetzt, viel Nahrung an sich zunehmen.

Störche haben vom verregneten Wetter profitiert

In den vergangenen verregneten Wochen haben die meisten Schwarzstörche vom Wetter profitiert, da viel Nahrung auf teils überschwemmten Wiesen in Form von Würmern, Käfern, Wasserinsekten und Lurchtieren vorhanden war. Nach Angaben Wismaths standen sie in den vergangenen Tagen frühmorgens bei Temperaturen von 12 bis 16 Grad immer beim Ruhen und Schlafen auf einem Bein.

Dies hat zur Folge, das der Wärmeverlust über die Beine und auch dem Schnabel sehr hoch ist. Wenn Störche auf einem Bein stehen und das andere hochziehen, geht es ihnen darum, den Wärmeverlust so gering wie möglich zu halten.

Mitte August ziehen die Störche weiter

Von Mitte August bis Anfang September ziehen dann die meisten Schwarzstörche aus unserer Region ab und kommen bereits Ende März wieder zurück. Der Grund: Frühzeitig wollen sie ihren alten Horst ausbessern – selbst wenn auf Feldern und Wiesen noch Schnee liegt.

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