Testphase in Füssen beginnt

Damit in der Weidachstraße in Füssen tatsächlich Tempo 30 gefahren wird

Verkehrsinseln Füssen-Weidach

Sechs Fahrbahnverengungen wurde für eine Testphase in der Weidachstraße angebracht. Nach Auswertung der Ergebnisse soll die Fahrbahn an vielleicht zwei oder maximal drei stellen tatsächlich auf Dauer verengt werden.

Bild: Benedikt Siegert

Sechs Fahrbahnverengungen wurde für eine Testphase in der Weidachstraße angebracht. Nach Auswertung der Ergebnisse soll die Fahrbahn an vielleicht zwei oder maximal drei stellen tatsächlich auf Dauer verengt werden.

Bild: Benedikt Siegert

Die Stadt Füssen startet eine Testphase mit Fahrbahnverengungen in der Weidachstraße. Denn die Strecke ist eine beliebte Ausweichroute im Sommer.
09.08.2021 | Stand: 12:19 Uhr

Seit kurzem sind sie in der Weidachstraße testweise angebracht: Sechs hölzerne Fahrbahnverengungen, die den Verkehr ausbremsen sollen. Denn im Weidach fährt gut jeder Fünfte schneller als das erlaubte Tempo 30, jetzt gar die Stadt Füssen gehandelt.

In den vergangenen Jahren habe es immer wieder Bürgeranfragen oder Anträge zum Verkehr in der Weidachstraße gegeben, teilt Bürgermeister Maximilian Eichstetter mit. Denn gerade im Sommer diene die Straße für nicht Anlieger als Abkürzung oder Schleichweg. Wobei der Begriff Schleichweg die Situation nicht richtig beschreibt: Denn gut ein Fünftel aller Verkehrsteilnehmer hält sich nicht an das dort geltende Tempo-30-Limit, wie Radarkontrollen ergeben haben. Verbunden mit den Rechts-vor-links-Regelungen in dem Wohngebiet stellen die Schnellfahrer „einen starken Gefahrenpunkt für die Anwohner dar“, sagt der Bürgermeister.

20 Prozent der Autofahrer zu schnell

20 Prozent fahren also zu schnell. In der Verkehrssicherheit ist laut Eichstetter eine Übertretungsquote von vier bis sieben Prozent die Regel. Ab zehn Prozent sollte man Handlungen zur Entschleunigung in Betracht ziehen, ab etwa 15 Prozent wird eine bauliche Veränderung zur Entschleunigung empfohlen.

Bürgermeister: Agieren, nicht reagieren

Und deswegen wurde nun die Stadt aktiv. Auch weil man oft die Aussage höre: „Muss denn immer zuerst etwas passieren, bis man handelt?!“ Im Weidach gelte das nicht, sagt Eichstetter: „ Hier wurde jetzt vorbeugend gehandelt, agiert und nicht reagiert und das, bevor etwas passiert.“ Mit den Fahrbahnverengungen woll man nicht die 2500 Einwohner im Weidach bestrafen, „sondern mit Maß und Verstand die Anwohner schützen“.

Die nun installierten Fahrbahnverengungen seien noch nicht die finale Version, versichert Eichstetter. Vielmehr dienen sie zur Orientierung und zum Sammeln von Erfahrungen bis Anfang September. Dann werden die Erfahrungen zusammengetragen und ausgewertet. Anschließend wolle man eine oder zwei, maximal drei Fahrbahnverengungen fest installieren, teilt der Rathaus-Chef mit. In diesem Zusammenhang dankt er dem Bauhof und dem Amt für Öffentliche Sicherheit und Ordnung, „die sich hier so intensiv um die Sicherheit der Anlieger bemühen“.

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