Gartenarbeit im Frühling

Welche Arbeiten im Frühling im Garten anstehen

Garten

Bereits im März hat Gartenexpertin Waldtraud Roth ihren eigenen Salat in Anzuchtschalen gezogen und hofft nun auf gute Ernte. Frühblüher sorgen dafür, dass bei den Hobbygärtnern das Herz aufgeht.

Bild: Heike Heel

Bereits im März hat Gartenexpertin Waldtraud Roth ihren eigenen Salat in Anzuchtschalen gezogen und hofft nun auf gute Ernte. Frühblüher sorgen dafür, dass bei den Hobbygärtnern das Herz aufgeht.

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Expertin Waldtraud Roth aus Füssen gibt Tipps, was jetzt im Garten zu tun ist. Denn jetzt ist die beste Zeit, den Garten auf Vordermann zu bringen.
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Von Heike Heel
18.04.2021 | Stand: 18:59 Uhr

Der Frühling ist da, auch wenn man selbst noch im April im Allgäu mit Schnee und Nachtfrösten zu rechnen hat. Der bekannte Kräuterpapst Pius Lotter nannte das Allgäu mit seinen klimatischen Eigenheiten gerne auch mal „Kleinsibirien“. Ungeachtet dessen ist die beste Zeit angebrochen, um seinen Garten auf Vordermann zu bringen. Viele nützliche Gartentipps hält Waldtraud Roth, stellvertretende Vorsitzende vom Füssener Blumen- und Gartenbauverein, für die Hobbygärtner in der Region bereit.

Bereits im Herbst, bei den Vorbereitungen auf das kommende Frühjahr, sind einige Dinge zu beachten. Nicht alles Verblühte sollte radikal abgeschnitten werden. Stängel und Blütendolden sind für Insekten wichtige Quartiere zum Überwintern. Außer Buchenlaub, das schwer verrottet, sollte immer etwas Laub im Garten verbleiben. Igel nehmen Laubhaufen gerne in Beschlag und werden dafür nach dem Winterschlaf ein dankbarer Schädlingsbekämpfer sein.

Jetzt wichtig im Garten: Verblühtes abschneiden/ar.212624

Im Vorfrühling, noch bevor die Natur vollständig erwacht, darf Verblühtes abgeschnitten, an Rosenbüschen braunen Stängel und Zweige entfernt, Beete sauber gemacht, Erde gelockert und zum Anpflanzen hergerichtet werden. Obstbäume dürfen, sobald es die Temperaturen zulassen, geschnitten werden. Sträucher wie Forsythien sollten erst nach der Blüte zugeschnitten und ausgedünnt werden. Gartenexpertin Roth ist es wichtig, dass beim Zuschneiden und Ausdünnen noch zu erkennen ist, dass es sich um einen Strauch handelt. Gerade Schnitte sollten vermieden werden. Um den Schädlingsbefall an Obstbäumen zu vermeiden, können an den Stämmen Leimringe gebunden werden.

Wer einen Komposthaufen im Garten hat, kann sich glücklich schätzen. Komposterde ist ein besonders guter Dünger und die sich darin tummelnden Regenwürmer bieten beste Bodendurchlüftung und leisten wertvolle Dienste. Topfpflanzen, wie Geranien, sollten jetzt aus dem Winterquartier geholt werden. Beim Umtopfen ist es sinnvoll, die alte mit einem Teil neuer Blumenerde zu vermengen und mit etwas Kompost zu düngen. Beliebte Gemüsepflanzen wie Tomaten, Gurken, Zucchini können im März oder April in Anzuchtschalen auf der Fensterbank im Haus aus Samen gezogen werden. Es gilt darauf zu achten, dass hier spezielle Anzucht-erde verwendet werden muss, die optimale Keim- und Wachstumsbedingungen bietet.

Ins Freie dürfen die jungen, empfindlichen Pflänzchen dann erst im Mai nach den Eisheiligen. Samen von gelben Rüben, Radieschen und heimische Kräuter, wie Petersilie, können sofort ins Freiland gesetzt werden. Für manche dieser Pflanzen braucht man nicht unbedingt einen Garten. Vieles lässt sich ohne Probleme in Töpfen und Kästen auf Balkon oder Terrasse ziehen. Mit einem kleinen Kräutergarten, in dem Petersilie, Schnittlauch, Thymian, Salbei und Rosmarin wächst, oder einem Beet mit Pflücksalat kann man das ganze Jahr über Frisches für die Küche vom Balkon ernten. Sogar Kartoffelpflanzen wachsen in Töpfen und können durchaus eine erfolgreiche Ernte bieten.

Die Zeit von Kokus, Primeln und Vergissmeinnicht

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Und dann sind da ja noch die beliebten Frühblüher, wie Krokus, Primeln, Bellis, Vergissmeinnicht, Stiefmütterchen und Hornveilchen. Sie können schon ganz früh im Jahr, gleich nach den Wintertagen, Farbe und gute Laune in den Garten oder auf den Balkon bringen und stimmen uns auf Frühling ein. Und wenn die ersten Bienen und Schmetterlinge den eigenen Garten bevölkern und die angesäten und gezogenen Pflanzen wachsen, blühen und gedeihen, ist dies das höchste Glück eines jeden Hobbygärtners.