Verkehr

Weniger Staus in Füssen und Schwangau: Digitale Verkehrslenkung startet

Mitarbeiter der Elektrizitätswerke Reutte beim Installieren einer Kamera - hier an der Ecke Sebastian-/Theresienstraße.

Mitarbeiter der Elektrizitätswerke Reutte beim Installieren einer Kamera - hier an der Ecke Sebastian-/Theresienstraße.

Bild: Stadt Füssen

Mitarbeiter der Elektrizitätswerke Reutte beim Installieren einer Kamera - hier an der Ecke Sebastian-/Theresienstraße.

Bild: Stadt Füssen

Der erste Schritt zur digitalen Verkehrslenkung ist getan: Die Füssener Elektrizitätswerke haben Kameras in Füssen installiert. Was weiterhin passieren soll.

Mitarbeiter der Elektrizitätswerke Reutte beim Installieren einer Kamera - hier an der Ecke Sebastian-/Theresienstraße.
Von Redaktion Allgäuer Zeitung
01.09.2020 | Stand: 09:45 Uhr

„Alle Kameras sind schon installiert“, der erste Schritt für die digitale Verkehrslenkung ist gemacht, freut sich Füssens Bürgermeister Maximilian Eichstetter. Es ist eines der Projekte, an dem er seit drei Jahren tüftelt: Die Verbesserung des Verkehrsflusses in Füssen und von beziehungsweise nach Schwangau durch ein digitales Ampelsystem mit Hilfe künstlicher Intelligenz, das zur Stauentlastung in beiden Orten führen soll.

Künstliche Intelligenz soll den Verkehr in Füssen regeln

Dreieinhalb Monate nach seinem Amtsantritt ist nun der erste Schritt zur Umsetzung gemacht. Wie die Stadtverwaltung bekannt gibt, haben Mitarbeiter der Elektrizitätswerke Reutte die für das Projekt nötigen Kameras in Schwangau und Füssen installiert. Bürgermeister Eichstetter freut sich, dass die Umsetzung mit der Installation der Kameras nun begonnen hat: „Die digitale Verkehrslenkung mit Hilfe künstlicher Intelligenz bringt einen echten Mehrwert für die Bürgerinnen und Bürger sowie für die Gäste, denen die hohe Verkehrsbelastung seit Jahren ein Dorn im Auge ist.“

Der Stadtrat hatte im Juni in nichtöffentlicher Sitzung die Bernhard Gruppe ZT aus Stuttgart mit der Planung und Vorbereitung des Projekts beauftragt. Kostenpunkt: 41 000 Euro. Der Freistaat fördert die Projektierung in Höhe der Hälfte der Kosten, die restlichen Kosten werden nach einem berechneten Schlüssel auf die Kommunen aufgeteilt.

Auch die A 7 bei Füssen wird in das Verkehrskonzept einbezogen

Die Installation der Kameras ist notwendig, um den ersten Baustein einer ganzheitlichen Verkehrslösung zu setzen – nämlich die digital vernetzte Ampelsteuerung mit Hilfe künstlicher Intelligenz. Bei der digitalen Steuerung werden die Ampeln von der Autobahnabfahrt bis nach Schwangau intelligent vernetzt, um eine grüne Welle im Stadtkern zu ermöglichen. Die Anlagen registrieren künftig eine Tunnelblockabfertigung, erkennen Feierabendverkehr und identifizieren Fahrradfahrer und Fußgänger, so dass sie sich diversen Situationen automatisch anpassen und entsprechend intelligent schalten. Dadurch steuern, regeln und strukturieren sie die Verkehrslage in Füssen – und das in Echtzeit.

Wie würde sich ein Tunnel auf das Konzept auswirken?

Seit wenigen Tagen werden die Daten erfasst, die die Verkehrslage ermitteln und analysieren. Die Basis, um ein Konzept zur effizienten Steuerung des Verkehrs durch Füssen erstellen zu können. Zudem wird in diesem Zusammenhang geprüft, welche Auswirkungen eine Untertunnelung der Straßen rund um den Kaiser-Maximilian-Platz haben würde. Die Erkenntnisse aus der Datenerhebung werden dem Stadtrat voraussichtlich Anfang nächsten Jahres vorgestellt.